Videos selber erstellen per MOOC – Interview mit Markus Valley

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Videos selber erstellen per MOOC und gleich erste Ergebnisse sehen. So lautet das Ziel von Markus Valley. Der erste Eindruck: Cool wirkt Markus Valley als wir ihn zum Interview treffen. Der studierte Medienpädagoge und Journalist arbeitet als Autor, Moderator und Videojournalist (VJ) für öffentlich-rechtliche und private Sender. Im Gespräch entdecken wir seine kommunikative Seite. Konzentrierter Techniker und weltoffener Geschichtenerzähler ist der Produzent des aktuellen VideoMooc auf unserer Plattform oncampus.

Videos selber erstellen: Markus Valley im Interview

Markus, du hast Medienpädagogik studiert und übernimmst heute als Multimedia-Musikjournalist Lehraufträge. Wie wird man eigentlich Videojournalist?

Ich habe beim Radio angefangen und bin immer mehr ins Bewegtbild gerutscht. Meine erste große Video-Produktion war eine Musikdokumentation über die “Popcity Augsburg”, direkt nach meinem Studium. Diese habe ich produziert, als Autor inhaltlich gefüllt und geschnitten. Danach habe ich aber immer mehr die Kamera selbst in die Hand genommen.

Was fasziniert dich so am Bewegtbild?

Man kann damit Momente einfangen und festhalten, in bewegten Bildern plus Ton. Ein Foto oder ein Radiobeitrag können nur entweder oder – was auch seine eigenen Vorteile hat. Video ist für mich dennoch eine direktere, umfassendere Art, Geschichten zu erzählen bzw. erzählt zu bekommen. Als Videojournalist kann man jeden Beitrag inhaltlich bearbeiten, also von der Recherche bis zum Führen von Interviews. Der VJ ist oft Autor, Kameramann und Cutter in einer Person.

Wie war es für dich, beim MOOC-Dreh die Rollen zu wechseln und VOR der Kamera zu stehen?

Videos selber erstellen
Videos selber erstellen: Markus Valley in Aktion beim Drehen

Auch in meinen Kursen und Seminaren stehe ich vor den Teilnehmern und erkläre. Beim VideoMOOC waren es eben zwei bis drei Kameras, die mir zugehört haben. Die Teilnehmer zuhause am PC musste ich nur dazu denken. Da ich lange im Radio moderiert habe, war das aber kein Problem. In der Trimedialen Radio/Fernsehsendung „U21-Vernetzt“ bewege ich mich als Kameramann auch im Bild und mische mich ein, das Gefühl Kameras ausgesetzt zu sein, war also nicht neu.

Du hast auch schon in Afrika gedreht…

Ich habe den Jazzmusiker Jo Junghanss nach Ghana begleitet und zwei Woche lang sein Projekt “Music Works” dokumentiert. Da habe ich nur das nötigste an Equipment mitgenommen (DSLR, Audiorekorder, externes Mikrofon), um nicht zu viel schleppen zu müssen und auch bei der Einreise möglichst keine Probleme zu bekommen. Regelmäßiges Entstauben der Kamera war angesagt und ohne einen aufschraubbaren ND-Filter gegen die westafrikanische Sonne hätte ich viele Bilder nicht richtig belichten können.

…und wir kennen dich als Kameramann von Musikevents. Was ist das Besondere dabei?

Man muss so drehen, dass man alles Material verwenden kann; es soll keine Kamerawackler geben, nichts was man rausschneiden muss. Gleichzeitig muss das Material auch die nötigen Perspektiven und Einstellungen haben, um überhaupt schneiden zu können bzw. das Ganze für den Zuschauer bildlich interessant zu gestalten. Denn man kann bei Liveshows nichts wiederholen lassen. Wenn mehrere Kameras im Einsatz sind, kann man sich auf die unterschiedlichen Bilder verlassen. Aber wenn man aufmerksam ist und mitdenkt, sind auch mit nur einer bewegten Kamera sehr gute Ergebnisse zu erzielen.

Du arbeitest auch als Medientrainer. Welche Rolle spielen für dich die Menschen in diesem doch eher technischen Umfeld? Welche Botschaft findest du wichtig für deine Coachees? 

Die Menschen vor der Kamera spielen für mich eine große Rolle, das versuche ich auch den Seminarteilnehmern mit auf dem Weg zu geben. Dass es darum geht Geschichten zu erzählen, egal ob groß oder klein. Hinter der Kamera gibt es deswegen aber auch keinen Platz zum Beispiel für technische Ausreden. Da bin ich zugebender Weise auch streng. Wer gute Filme machen möchte, der muss die eingesetzte Technik einfach beherrschen, damit er sich vollkommen auf das konzentrieren kann, was vor der Kamera passiert, auf die Geschichte. Eine Kamera richtig zu bedienen ist im Grunde einfach und die Technik überschaubar. Man muss sich eben nur damit beschäftigen und nicht einfach nur unüberlegt draufhalten. Ich merke immer wieder, dass die Angst vor der Technik zunächst groß ist, aber dann auch schnell genommen werden kann.

Schaust du auch zum Entspannen noch Filme?

Zurzeit schaue ich mehr Serien online oder auf Blue-ray, “normales” Fernsehen eigentlich gar nicht mehr. Breaking Bad war natürlich großartig, zuletzt habe ich sieben Staffeln “The Shield” geschaut, eine Serie über eine ziemlich verkorkste Police Station in L.A. Fand ich auch gerade wegen der unüblichen Kameraarbeit sehr gelungen (lacht).

Du willst richtig fotografieren? Hier findest Du Tipps und Tricks für Einsteiger.

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MARKUS VALLEY

hat erst Medienpädagogik, dann Multimedia-Musikjournalismus studiert und arbeitet als Autor, Moderator und VJ für den Bayerischen Rundfunk sowie auf freier Wildbahn. Er ist Mediencoach, Produzent und Selbstfilmer. Er ist Autor des 2014 erschienen Multimedia-Ratgebers „Das VideoTrainingsBuch“.
www.vj-coach.de
www.facebook.com/vjcoach

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