Soft Skills: Auf diese 8 kommt es bei der Bewerbung an

Dein nächstes Bewerbungsgespräch steht vor der Tür oder Du willst in deinem Job endlich den nächsten Karriereschritt erklimmen? Dann zählt längst nicht mehr nur deine fachliche Qualifikation und Arbeitserfahrung – besonders in den letzten Jahren werden Soft Skills immer wichtiger bei der Besetzung einer Stelle.

Denn es sind häufig diese Schlüsselqualifikationen, die dich von Mitbewerbern abheben und dir den gewissen Vorsprung verschaffen. Einige große Unternehmen wie Google setzen bereits jetzt auf Tests, die vor allem auf die persönliche Eignung ausgerichtet sind. Du siehst also: Soft Skills sind heute wichtiger denn je!

Soft Skills: Das Tüpfelchen auf dem i

Doch was sind eigentlich Soft Skills genau und warum sind sie für Deine berufliche Entwicklung so wichtig? Während „Hard Skills“ durch Studium, Ausbildung und Berufserfahrung gesammelt werden (quasi alles, was Du durch Zeugnisse nachweisen kannst), sind „Soft Skills“ die sogenannten weichen Faktoren. Sie betreffen Deine Persönlichkeit direkt und zeigen Deine Fähigkeit, mit Dir selbst und anderen Menschen umzugehen. Es geht also um methodische, soziale und persönliche Kompetenzen, die über das Fachliche hinausgehen.

Im Zuge der Globalisierung stehen Unternehmen mehr denn je unter großem Druck, sich ständig neu zu erfinden und durch Innovationen aus der großen Konkurrenz herauszustechen. Und dafür brauchen sie Mitarbeiter, die nicht nur ihren Job verstehen, sondern auch richtig mit Kunden, Partnern und Kollegen umgehen können. Immer häufiger beklagen sich Personaler, dass es fachlich gut ausgebildeten Bewerbern an persönlicher und sozialer Kompetenz mangele. Du siehst also: wenn Du über die richtigen Soft Skills verfügst, bist Du Deiner Konkurrenz immer eine Nasenlänge voraus und Deinem Traumjob ein ganzes Stück näher.

Soft Skills kann man trainieren

Nun fragst Du Dich wahrscheinlich, ob Soft Skills erlernt werden können oder uns als Teil unserer Persönlichkeit mitgegeben werden. Natürlich ist es so, dass manche Menschen von sich aus kommunikativer oder organisierter sind als andere – aber das heißt nicht, dass man sich bestimmte Schlüsselqualifikationen nicht antrainieren kann. Du wirst sehen: je mehr Du beispielsweise im Team arbeiten musst, desto leichter fällt Dir das Arbeiten mit anderen nach einer Zeit. Oder tust Du Dich schwer damit, strukturiert an Aufgaben ranzugehen und Fristen einzuhalten? Durch die richtigen Zeitmanagement-Techniken wird Dir das bald leichter fallen!

Doch welche Soft Skills benötigst Du denn nun genau, um Deine Karriere in Schwung zu bringen und Deinen Traumjob zu ergattern? Auch wenn in verschiedenen Stellenprofilen unterschiedliche Schwerpunkte gelegt werden: es gibt einige Soft Skills, die Dir in der heutigen Arbeitswelt garantiert immer weiterhelfen und auf die Personaler besonders achten. Diese werden wir Dir jetzt vorstellen.

Kommunikationsfähigkeit

Kommunikationsfähigkeit ist eine der wichtigsten Schlüsselqualifikationen überhaupt, denn sie bildet die Basis für eine gelungene Interaktion mit Geschäftspartnern, Kunden und Kolleginnen und Kollegen. Im Grunde geht es darum zu erkennen, was das Gegenüber möchte und klar und effektiv darauf zu reagieren. Zur Kommunikationsfähigkeit gehört also nicht nur die Fähigkeit, sich selbst mitzuteilen, sondern auch gut zuzuhören. Außerdem ist es wichtig, der Situation angemessen zu kommunizieren zu können – der Umgang mit Kollegen oder dem Chef wird sich sicherlich anders gestalten als das Gespräch mit einem Kunden oder Geschäftspartner. Je besser Du also die gängigen Regeln verinnerlicht hast, desto klarer kannst Du deinen Standpunkt angemessen vertreten und desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, in ein Fettnäpfchen zu treten.

Selbstbewusstsein

Auch Selbstbewusstsein ist im Job sehr wichtig – denn im Vorstellungsgespräch wird Dein potenzieller Arbeitgeber genau darauf achten, wie gut Du Dir Deiner Fähigkeiten bewusst bist und wie gut Du Dich verkaufen kannst. Aber auch bei der Zusammenarbeit im Team oder beim Kontakt mit Kunden ist ein gesundes Selbstbewusstsein von Vorteil. Wie der Name schon sagt, ist Selbstbewusstsein die Fähigkeit, sich selbst bewusst wahrzunehmen. Dazu gehört, dass Du sowohl Deine Stärken und als auch Deine Schwächen gut kennst. Denn wenn Du Deine Wirkung auf Andere kennst, brauchst Du Dich nicht verstecken. Wichtig ist aber, dass Du Selbstbewusstsein nicht mit Selbstüberschätzung verwechselst. Selbstbewusstsein ist gut, doch wer zu sehr von sich überzeugt ist, wirkt schnell unsympathisch und überheblich. Achte deswegen darauf, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln, indem Du Dich selbst richtig einschätzen lernst und auch hinterfragst, ob Dich andere genauso sehen wie Du Dich selbst.

Teamfähigkeit

In der heutigen Arbeitswelt ist Teamfähigkeit eines der wichtigsten Soft Skills überhaupt. Denn nur wer konstruktiv im Team zusammenarbeiten kann, kommt weiter – Einzelkämpfer werden von Personalern nicht gern gesehen, denn sie tragen nicht dazu bei, das gemeinsame Ziel eines Teams bestmöglich zu erreichen. Ein Teamplayer zu sein heißt aber nicht, dass Du Dich anderen Teammitgliedern unterordnen sollst – vielmehr ist es wichtig, dass ihr verschiedene Meinungen und Ansichten konstruktiv diskutiert und jeder seinen Teil zu einer erfolgreichen Teamarbeit beiträgt. Das ist jedoch nicht immer so leicht, denn in einem Team treffen oft viele verschiedene Charaktere aufeinander. Deswegen ist Teamfähigkeit auch eng mit anderen Soft Skills wie Kommunikations- und Kritikfähigkeit verknüpft. Achte bei deiner Bewerbung darauf zu zeigen, wann Du im Team erfolgreich zusammengearbeitet hast und Du sicherst Dir auf jeden Fall schon einige Pluspunkte!

Einfühlungsvermögen / Empathie

Ganz eng verknüpft mit Teamfähigkeit ist ein weiteres Soft Skill, das Deine Fähigkeit zeigt, sich in die Gedanken und Gefühle anderer hineinzuversetzen – Empathie oder auch Einfühlungsvermögen. Denn wenn Du mit anderen Menschen zusammen arbeitest, ist es wichtig, ihre Ansichten so gut wie möglich nachvollziehen zu können. Das macht nicht nur die Kommunikation im Team einfacher, sondern die Zusammenarbeit oft auch harmonischer. Versuche also, dich in Kunden, Kollegen und Vorgesetzte hineinzuversetzen, ihre Gedankengängen und Gefühle nachzuvollziehen und zu verstehen, was sie zu bestimmten Handlungen oder Meinungen bewegt.  Zeige Verständnis, denn dann wird Dir im Gegenzug ebenso Verständnis entgegen gebracht. Wer gut zuhören kann, wird außerdem häufig als sympathisch wahrgenommen. Das gestaltet das Arbeitsverhältnis gestaltet für alle Beteiligten viel positiver!

Konfliktfähigkeit

Ein ist klar: Konflikte sind keine angenehme Sache. Trotzdem kommst Du bei der Zusammenarbeit im Team, bei der oft viele verschiedene Meinungen und Charaktere aufeinander treffen, häufig nicht drum herum. Konfliktfähigkeit ist also eines der zentralen Soft Skills, um in deiner Karriere weiter voranzukommen. Konfliktfähig zu sein bedeutet, Konflikte frühzeitig zu erkennen, gegebenenfalls gegenzusteuern und diese konstruktiv zu lösen. Und Auseinandersetzungen können auch durchaus etwas Positives haben: werden sie im Rahmen einer fairen Streitkultur gelöst, ist das oft nicht nur produktiv, sondern schweißt auch das Team weiter zusammen. Dabei gilt: sei immer offen für alternative Ansätze, respektiere die Meinungen anderer und gib ruhig auch mal zu, wenn du im Unrecht bist.

Kritikfähigkeit

Im Berufsleben ist es wichtig, aus seinen Fehlern zu lernen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Niemand ist perfekt – deswegen ist es wichtig, sachlich formulierte Kritik annehmen zu können und auf deren Grundlage die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Kritik anzunehmen fällt den meisten Menschen schwer – wer von uns wird schon gerne mit seinen Schwächen konfrontiert? Dabei kann konstruktive Kritik durchaus positiv sein – sie zeigt Dir Deine Schwachstellen und bietet Dir im besten Fall auch schon Lösungen an, wie Du an diesen arbeiten kannst. Andersherum solltest auch Du trainieren, andere konstruktiv und fair zu kritisieren. Dann schaffst du eine Basis für eine effektive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.  Natürlich ist Kritik nicht immer gerechtfertigt. Zur Kritikfähigkeit gehört es daher auch, sich mit der Kritik auseinanderzusetzen und diese für sich selbst werten zu können. Fühlst Du Dich zu Unrecht kritisiert, dann rede offen darüber und argumentiere sachlich und klar, warum die Kritikpunkte nicht auf Dich zutreffen.  Du wirst sehen: ein offener Umgang mit Kritik hilft Dir, Deine Fähigkeiten zu verbessern und bringt gleichzeitig das ganze Team voran. Ein Tipp: habe für ein Vorstellungsgespräch immer mindestens ein Beispiel parat, wann Du Kritik angenommen und wie Du diese für deine persönliche Weiterentwicklung genutzt hast.

Eigeninitiative

Unternehmen sind immer auf der Suche nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ihr Bestes geben und sich auch ohne vorherige Anleitung aktiv mit ihren Ideen in den Arbeitsalltag einbringen. Wenn Du vorbildlich Deine Aufgaben abarbeitest ist das zwar nichts Schlechtes, aber wenn Du wirklich herausstechen willst, ist schon etwas mehr Engagement gefragt. Überlege Dir auch ohne Aufforderung, wie Du das Unternehmen mit deinem Knowhow weiterbringen kannst. Du kennst ein praktisches Tool, das die Arbeit erleichtern würde? Super, dann schlage es doch einmal Deinem Chef oder Deiner Chefin vor! Oder überlege Dir, ob manche Entscheidungen wirklich auf das Go von der Chefetage warten müssen, oder ob Du die Entscheidung auch selbst treffen kannst. Du wirst sehen – oft werden sich diese sogar über die Arbeitsentlastung freuen! Entscheidungen zu treffen bedeutet natürlich auch, für diese Verantwortung zu nehmen – egal ob die Konsequenzen positiv oder negativ ausfallen. Überlege also genau, ob Du die Folgen rechtfertigen kannst – und sei ruhig auch einmal mutig! Denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Zeitmanagement

Ständig unter Stress zu stehen und nie Zeit zu haben werden heutzutage manchmal mit Produktivität gleichgesetzt. Ganz nach dem Motto: wer viel jammert, ist auch produktiv. Dass dem aber nicht so ist, wird jeder gute Arbeitgeber schnell erkennen. Denn wenn Du die Dir zu Verfügung stehende Zeit gut einteilen kannst, arbeitest Du nicht nur effektiver, sondern auch wesentlich stressfreier. Und das heißt auch: du bist entspannter, machst weniger Fehler und damit auch zufriedener mit Deiner Arbeit. Lerne, deine Aufgaben nach Wichtigkeit zu priorisieren und strukturiere Deinen Arbeitstag besser. Beobachte dazu Deine Produktivitätsphasen genau: bist Du beispielweise am Morgen produktiver, erledige anspruchsvollere Aufgaben dann und nutze die Nachmittagsstunden für weniger herausfordernde Aufgaben. Nutze hilfreiche Tools und Arbeitstechniken, um zu Deinem gewünschten Ziel zu kommen. Du wirst sehen: hast du dieses Soft Skill erst einmal verinnerlicht, arbeitest Du nicht nur produktiver, sondern auch ganz ohne Stress.

Verbessere Deine Soft Skills ganz einfach

Du siehst also: Fachwissen allein reicht in der heutigen Arbeitswelt nicht mehr aus – Soft Skills können Dir bei einer Bewerbung auf eine neue Stelle einen Vorsprung gegenüber anderen vermitteln! Versuche also am besten, schon in Deinem Anschreiben die wichtigsten Soft Skills für den Job herauszufiltern und diese entsprechend zu belegen. So bist Du der Konkurrenz häufig einen großen Schritt voraus!

Und keine Angst: niemand ist in allem perfekt! Wichtig ist, dass Du weißt, wo Du Dich noch verbessern kannst und Dir überlegst, welche Soft Skills für Deine beruflichen und persönlichen Pläne wichtig sind. Setze Dir realistische Ziele und beginne dann, Dich zunächst theoretisch dem Thema zu nähern. Wenn Du beispielsweise Dein Zeitmanagement verbessern möchtest, befasse Dich mit verschiedenen Zeitmanagement-Techniken und lerne mehr über Produktivitätsphasen und Priorisierung von Aufgaben. Im nächsten Schritt geht es an die praktische Umsetzung. Versuche, die neuen Techniken nach und nach in Deinen (Arbeits-)Alltag zu integrieren und finde heraus, was am besten zu Dir passt.

Du kannst Dir die Soft Skills sowohl in Eigenregie aneignen, oder auch einen der zahlreichen eigens dafür konzipierten Kurse belegen. Bei oncampus ist das besonders leicht, denn unsere Soft Skills Kurse finden komplett online statt. Du kannst also lernen, wann und wo Du willst und deine Weiterbildung so perfekt mit Beruf, Familie und Freizeit verbinden. Egal ob Konfliktmanagement, Zeitmanagement, Personalentwicklung, Rhetorik oder Personalentwicklung – oncampus hilft Dir ganz gezielt, Deine Schlüsselqualifikationen zu verbessern und Deine Karriere voranzubringen!

Wichtig: lass Dich nicht von Rückschlägen entmutigen. Übung macht den Meister und wenn sich die ersten Erfolge einstellen, wird die Freude umso größer sein. Jetzt hindert Dich nichts mehr auf dem Weg zu Deinem Traumjob!

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