Konfliktmanagement: 5 Fakten, die zeigen, dass Konflikte auch positive Eigenschaften haben

Wie lange ist Dein letzter Konflikt her? Egal ob ein Streit, eine Auseinandersetzung, ein Wortwechsel oder ein Missverständnis, Konflikte treten sowohl im Privaten als auch im Beruflichen tagtäglich auf. Einige Konflikte können ganz leicht gelöst werden, andere verschwinden einfach und wiederum andere tauchen immer wieder auf. Im ersten Moment erscheinen Konflikte demnach durch und durch negativ zu sein, die positiven Aspekte werden oft verdrängt. Doch es gibt sie – und Konflikte und auch das Konfliktmanagement haben einen Sinn. In diesem Blogbeitrag nennen wir Dir fünf Fakten, die zeigen, dass Konflikte auch positive Eigenschaften haben.

Was ist ein Konflikt?

Ein Konflikt tritt auf, wenn zwei oder mehr Personen unterschiedlicher Meinung sind. Die unterschiedlichen Meinungen betreffen dabei nicht nur das Sachliche, auch die Gefühle der Betroffenen spielen eine große Rolle, so dass diese gegenseitige Beeinflussungsversuche unternehmen. Konflikte treten im Alltag häufig auf und können nicht vermieden werden. Denn gerade in der heutigen Zeit wird großer Wert auf Individualität und freie Meinungsäußerung gelegt. Ein Konflikt bedeutet nicht, dass nur eine Partei im Recht ist. Ganz im Gegenteil, bei vielen Konflikten haben mehrere Parteien Recht. Und genau das ist das Schwierige an einem Konflikt. Um einen Konflikt mit Konfliktmanagement zu lösen, sollte neben der Erforschung der Ursache zusätzlich der Sinn hinterfragt werden, denn dieser kann den Blick auf einen Konflikt zum Positiven verändern. Im Folgenden beschreiben wir Dir 5 Fakten, warum ein Konflikt durchaus sinnvoll sein kann. Wenn Du das nächste Mal in einen Konflikt gerätst, wirst du Dich an diesen Blogbeitrag erinnern und endlich auch positive Eigenschaften an einem Konflikt erkennen.

Ein Konflikt lässt Unterschiede deutlich werden.

Bei einem Konflikt geht es um verschiedene Meinungen. Es werden also Unterschiede zwischen den betroffenen Parteien deutlich. Wäre es nicht zu diesem Konflikt gekommen, würden die Parteien entweder nicht über ihre unterschiedlichen Ansichten Bescheid wissen oder diese würden unter der Oberfläche schlummern, bis es irgendwann zu einem viel größeren Konflikt kommt. Die Beteiligten können nach einem Konflikt also entscheiden, ob sie diesen eliminieren oder aber getrennte Wege gehen wollen. In der Regel versuchen die betroffenen Parteien im Folgenden die Unterschiede aus dem Weg zu räumen, also den Konflikt zu beseitigen, um ein harmonisches Miteinander zu erreichen. Ein Konflikt kann demnach zu Harmonie führen.

Ein Konflikt kann die Einheit sicherstellen.

Durch die Wahrnehmung der unterschiedlichen Meinungen und das Bearbeiten dieser können also die Gemeinsamkeiten der Beteiligten oder einer ganzen Gruppe wieder hergestellt werden. Da sich die unterschiedlichen Parteien aktiv mit den verschiedenen Meinungen der Gruppenmitglieder auseinandersetzen, festigen Konflikte und das anschließende Konfliktmanagement den Gruppenzusammenhalt und sichern so die Gruppeneinheit.

Ein Konflikt kann das Bestehende bewahren.

Durch einen Konflikt können bei einigen Beteiligten Aggressionen erzeugt werden. Diese richten sich in der Regel gegen Veränderungen und die Personen, die diese anstreben. Denn Menschen sind Gewohnheitstiere und scheuen unnötige Veränderungen in ihrem Leben. In Konflikten kann durch das Wehren gegen solche unnötigen und ungewollten Veränderungen vorgegangen werden und so die Stabilität und das Bewährte, beispielsweise in einer Gruppe, wiederhergestellt werden.

Ein Konflikt kann Veränderungen herbeiführen.

Es ist jedoch nicht immer sinnvoll, das Bestehende zu bewahren. Denn wenn sich das Umfeld ändert, können Paradigmenwechsel notwendig werden. Durch aktive Diskussionen und die Versuche die andere Partei von der eigenen Meinung zu überzeugen, können notwendige Neuerungen deutlich werden. In Konflikten können also Veränderungen herbeigeführt werden, so dass die Überlebenschancen aller Beteiligten steigen.

Ein Konflikt kann Vielschichtigkeit entwickeln.

Durch das Herausarbeiten von Unterschieden sowie von vielfältigen und verschiedenartigen Elementen der Argumente und den Beziehungen der Beteiligten zueinander kann Vielschichtigkeit entwickelt werden. Die Beteiligten setzen sich also mit den verschiedensten Bestandteilen eines Konfliktes auseinander. So können positive Schlüsse aus einem Konflikt gezogen und die Lösung herbeigeführt werden.

Die Bedeutung von Konfliktmanagement

Konflikte lassen sich auch in der Beziehung gut lösen.

Um von den beschriebenen positiven Aspekten eines Konfliktes profitieren zu können, ist es enorm wichtig den Umgang mit Konflikten zu lernen. Personen, die ein gutes Konfliktmanagement aufweisen, können sich selber und die Beziehungen zu den Menschen des eigenen Umfeldes analysieren, verstehen und damit umgehen. Außerdem können Sie Beziehungen zwischen Menschen und die daraus entstehenden Konflikte analysieren und verstehen sowie geeignete Konfliktlösungen erarbeiten. Das Verständnis von Konfliktmanagement ist somit auch Grundvoraussetzung für eine Führungstätigkeit. Du siehst also, dass Konfliktmanagement eine große Bedeutung hat und Du durch Kenntnisse des Konfliktmanagements aufkommende Streitpunkte schnell und umfassend lösen sowie die positiven Aspekte von Konflikten gezielt nutzen kannst.

Konflikte können auf unterschiedliche Art und Weise gelöst werden.

Für die Lösung gibt es verschiedenste Möglichkeiten, die alle auf sechs Grundmuster zurückgeführt werden können: Flucht, Vernichtung, Unterwerfung, Delegation, Kompromiss und Konsens. Die sechs Grundmuster sind in aufsteigender Reihenfolge zu verstehen, das heißt, ganz unten, am niedrigsten entwickelt, steht die Flucht. Konflikte werden bei dem Grundmuster Flucht entweder vermieden oder wenn sie entstehen ignoriert. Beteiligte fliehen vor der Auseinandersetzung, zum Beispiel aus Angst oder Verzweiflung den Konflikt nicht zu überstehen. Etwas weiter entwickelt ist die Vernichtung. Bei dem Grundmuster Vernichtung wird die Zerstörung des Gegners angestrebt. Hierein fällt zum Beispiel Mobbing. Das einzige Ziel ist es, den Gegner zu vernichten. Bei dem nächst höheren Grundmuster unterwirft sich ein Beteiligter dem Anderen, übernimmt also dessen Meinung, ungeachtet von seiner eigenen, so dass so eine vorübergehende Konfliktlösung möglich ist.

Bei dem Grundmuster Delegation wird ein Dritter als Hilfestellung in die Konfliktlösung einbezogen. Der Dritte vermittelt zwischen den Beteiligten und führt diese so zu einer akzeptierten Lösung. Wird zur Konfliktlösung ein Kompromiss genutzt, stellt dieser eine Vereinbarung über große Teile des Konfliktes dar. Der Kompromiss ist bereits eine sehr hoch entwickelte Lösungsstufe, angestrebt werden sollte jedoch das höchste Grundmuster, der Konsens. Du solltest einen Konsens anstreben, also eine Meinung, die von allen Beteiligten ohne Widerspruch akzeptiert werden kann, um die höchste Zufriedenheit bei allen Beteiligten zu erreichen.

Fazit Konfliktmanagement

Du willst mehr zum Thema Konfliktmanagement erfahren? Beispielsweise wie Konflikte analysiert werden, welche Arten es gibt und welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Grundmuster von Lösungsmöglichkeiten haben? Dann schau doch mal im Weiterbildungsangebot von oncampus vorbei. Dort findest du bei den Soft-Skills-Kursen auch unseren Selbstlernkurs zum Konfliktmanagement, der Dich fit für die nächsten Auseinandersetzungen macht. Und die kannst Du, wie Du weißt, weder im Job noch im privaten Alltag vermeiden.

Mehr über Soziale Kompetenz erfahren

Mehr über Stress und Stressbewältigung erfahren

Mehr über Soft Skills erfahren

Mehr über das Urheberrecht im Internet erfahren

Interkulturelle Kompetenzen und Zusammenarbeit

Das könnte dich auch interessieren