Berufsbegleitendes Studium: Worauf kommt es an?

Berufsbegleitendes Studium

Ein berufsbegleitendes Studium unterstützt dich dabei, dich online neben dem Beruf weiter zu qualifizieren – ohne auf deinen bisherigen Lebensstil oder regelmäßige Einkünfte zu verzichten. Du lernst dabei in deinem eigenen Tempo. Aber wie funktioniert ein Online-Studium genau und worauf solltest du achten? Dieser Artikel zeigt es dir.

Marianne Stadler hatte erfolgreich ihr duales Bachelor-Studium in Betriebswirtschaftslehre bei der Norddeutschen Landesbank absolviert. Nach der erfolgreichen Übernahme durch die Nord/LB startete sie ihre Karriere im Risikomanagement. Doch irgendwann stellte die 22-jährige fest, dass der Bachelor-Abschluss für sie zu wenig war, um ihre ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Deshalb entschied sich Marianne Stadler für ein berufsbegleitendes Studium zum Master.

„Mir fehlte der theoretische und wissenschaftliche Anspruch im Beruf, den ich gerne durch das Master-Studium neben dem Job intensivieren möchte“, sagt sie über ihre Beweggründe.

Auch für Christopher Jacobs war es wichtig, berufsbegleitend zu studieren. Der 24-jährige arbeitet bei einem großen Cerealienproduzenten in Lübeck und studiert an der Fachhochschule Kiel Betriebswirtschaftslehre. Er hat sich nach seinem Hauptschulabschluss gleich gezielt weiterentwickelt.

„Ich habe 2005 meinen Hauptschulabschluss gemacht und im gleichen Jahr angefangen, meine mittlere Reife nachzuholen. 2007 begann ich dann eine Ausbildung zum Industriekaufmann und holte nebenbei in der Abendschule meine Fachhochschulreife nach. Drei Jahre später habe ich dann das Online-Studium angefangen“, erklärt Christopher Jacobs seinen ungewöhnlichen Lebenslauf.

Keine Zeit verlieren

Über das Internet wurde er auf oncampus aufmerksam und meldete sich zu einem einwöchigen Schnupperstudium an, um herauszufinden, ob ein Online-Studium zu ihm passt und ihn voranbringt. Für ihn war es wichtig, dass er nicht für das Studium mit dem Arbeiten aufhört.

Der größte Vorteil für ihn: Er verliert keine Zeit. Christopher Jacobs kann das Studium effizient nutzen, da er freie Zeiten mit Lernen füllen kann.

Berufsbegleitendes Studium geht überall.

Wo andere im Wartezimmer auf den Arzt warten, kann ich mich mit Betriebswirtschaftslehre auseinandersetzen und so Lücken füllen“, erzählt er mit einem Lächeln. Darüber hinaus findet er, dass die Betreuung im Online-Studium besser als in einem Präsenzstudium ist. Nach seinem Studienabschluss will sich Christopher Jacobs dank seiner Qualifikation eine Führungsposition erarbeiten.

Aber wie funktioniert denn so ein Online-Studium genau und welche Vorteile bringt es mit sich? Je nach Anbieter ist es etwas anders organisiert, aber die generellen Abläufe ähneln sich doch. Die Bewerbungen laufen direkt über die jeweilige Hochschule. Häufig können die Studiengänge sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester begonnen werden.

Berufsbegleitendes Studium: So läuft der Start

Nach erfolgreicher Immatrikulation erhältst du die Zugangsdaten zu einem Lernraumsystem, die Internetadresse des Lernraumes und ein persönliches Passwort. Zum Start bekommst du eine Einführung und lernst die Betreuerinnen und Betreuer kennen. Dann geht es los.

Alle Lerninhalte werden online zur Verfügung gestellt – Du kannst ganz bequem am PC, am Tablet oder auf dem Smartphone lernen. Dein Wissen eignest du dir mit Hilfe von Texten, Videos, Animationen, Bildern oder Grafiken an. Schwere ausgedruckte Skripte und dicke Bücher gehören der Vergangenheit an. Die Inhalte stehen in der Lernumgebung permanent 24 Stunden an 365 Tagen zur Verfügung. So kannst du jederzeit selbst bestimmen, was du wo und in welchem Tempo lernen möchtest. Falls mal kein Internetanschluss zur Verfügung stehen sollte, kann man sich die Studieninhalte bequem als pdf aus dem Lernraum abspeichern.

Je nach gewähltem Studiengang dauern Bachelor-Studiengänge in Vollzeit 6 bis 7 Semester und Master-Studiengänge 3 bis 4 Semester. Pro Woche liegt der Arbeitsaufwand bei etwa 40 Stunden.

Wenn du in Teilzeit studierst, verlängert sich die Dauer entsprechend. Dafür kannst du dir das Studium besser aufteilen. Gerade beim berufsbegleitenden Lernen entspannt sich dann die wöchentliche Belastung, was du nicht unterschätzen solltest.

Vorteile des Online-Studiums

Bei der Entwicklung der Online-Studiengänge wurde darauf geachtet, dass die Lerninhalte praxisorientiert sind und sich somit sofort auf aktuelle Herausforderungen im Berufsalltag anwenden lassen. So prägt sich das Gelernte noch besser ein und kann direkt umgesetzt werden.

Dadurch, dass jeder kann sich selbst die Lernzeiten individuell einteilen kann, lässt sich das Online-Studium sehr gut mit Berufstätigkeit, der eigenen Lerngeschwindigkeit, Hobbys und einer eigenen Familie vereinbaren.

In manchen Studiengängen werden die Online-Module durch gelegentlich stattfindende (freiwillige) Präsenztermine an den Wochenenden ergänzt. So können offene Fragen geklärt und Inhalte weiter vertieft werden.

Zusätzlich haben die Studierenden im Lernraum die Möglichkeit, sich alle anstehenden Termine anzuschauen, Fragen in Foren zu stellen oder sich in Webinare oder Chats einzuwählen. Eine regelmäßige Betreuung spielt eine große Rolle. „Wenn Nachholbedarf besteht oder das Verständnis für manche Dinge partiell noch vertieft werden muss, kann man die Dozenten immer darauf ansprechen und wird dann kompetent betreut. Darüber hinaus gibt es Videokonferenzen und die Möglichkeit, im Forum Inhalte zu diskutieren“, erzählt Christopher Jacobs von seinem Alltag.

Die Umstellung vom Präsenzstudium auf das Online-Lernraumsystem fiel auch Marianne Stadler  leicht. Von Anfang an standen ihr Ansprechpartner zur Verfügung, die das neue System sehr gut erklären und Fragen beantworten konnten.

Übungsleiter und Tutoren erhalten parallel von den Studierenden gelöste Aufgaben zum Lernstoff. Parallel ergänzen kleinere Präsenzphasen das Online-Studium. Klarer Vorteil: Im Gegensatz zur Abhängigkeit von einzelnen Dozenten, läuft ein Online- oder Fernstudium unabhängiger von einzelnen Personen. Auch das Angebot an wissenschaftlichen Lehrenden bei verschiedenen Hochschulen ist hier breiter. Mit einer Präsenzprüfung in der jeweiligen Bildungseinrichtung endet dann der Kurs.

Ein weiterer Unterschied sind die veränderten sozialen Kontakte. Wo man im Präsenzstudium mit Kommilitonen gemeinsam lernt, isst oder feiern geht, fehlt dieser direkte Kontakt zu anderen Studierenden bei einem Online-Studium. Trotzdem bietet das Studium im Netz viele technologische Möglichkeiten zum Vernetzen  wie Chats, Videokonferenzen oder Foren. So kannst du dich immer mit deinen Kommilitonen austauschen. Noch ein Vorteil für viele Berufstätige: du hast viel weniger Ablenkung und kannst dich in deiner freien Zeit voll auf Dein Studium konzentrieren.

Deutschland steht mit 47,3 % an dritter Stelle, wenn es um die Verknüpfung von Arbeit und Studium geht. Ganz vorne liegen die Niederlande mit ganzen 61 %, gefolgt von den USA mit 55,2 %.  Auffallend ist hier wie schlecht Frankreich und Italien in der Statistik wegkommen.

Infografik: Anteil der Studierenden, die Arbeit und Studium kombinieren | Statista Mehr Statistiken findest Du bei Statista

Berufsbegleitendes Studium über Partnerhochschulen

Marianne Stadler studierte über oncampus an der Fachhochschule Wolfsburg, der E-Learning-Tochter der Fachhochschule Lübeck. Etwa 20 Prozent des gesamten Studiums fanden bei ihr in Präsenz statt. Der Vorteil war aber, dass sie sich für eine Partnerhochschule in ihrer Nähe entscheiden konnte. Von Hannover war der Weg nach Wolfsburg nicht so weit.

„Mich hat das Online-Modul von oncampus besonders gefesselt, da ich das Studium nach dem Job an meinem eigenen Standort verfolgen kann. Damit bin ich sehr frei und flexibel in der Zeiteinteilung“, ergänzt die 22-Jährige.

Auch für den Arbeitgeber zahlt sich ein berufsbegleitendes Studium aus. Bei den Studierenden kommt kontinuierlich neues Wissen hinzu, was sie gleich im Beruf anwenden können. Parallel können die Arbeitgeber den Studienwunsch des Angestellten auch finanziell fördern. Hier liegen gängige Modelle bei einem Drittel, der Hälfte oder einer vollständigen Bezahlung. So lassen sich die Arbeitnehmer auch enger an das Unternehmen binden.

Alle von oncampus angebotenen Online-Studiengänge sind akkreditiert und werden somit als vollwertiges Studium anerkannt. Viele Arbeitgeber erkennen außerdem die Leistung an, ein Studium neben dem Beruf bewältigt zu haben.

Wenn auch du herausfinden möchtest, ob ein berufsbegleitendes Studium etwas für dich ist, kannst du dich für ein einwöchiges Schnupperstudium bei oncampus anmelden. Alle anderen Infos zu unseren Bachelor- und Masterstudiengängen findest du hier.

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