Wie Du Deine Altersvorsorge richtig gestaltest!

Altersvorsorge

Der demografische Wandel in Deutschland ist in vollem Gange. Seit Anfang 2016 gilt Deutschland laut einer UN-Studie offiziell als überaltert. Mehr als 21 Prozent der Gesellschaft sind über 65 Jahre alt. 4,5 Millionen Deutsche sind sogar über 80 Jahre alt. Das entspricht der Einwohnerzahl Norwegens. Nur Japan hat eine noch ältere Gesellschaft.

Überblick Altersvorsorge

Richtig erschreckend werden diese Zahlen jedoch erst, wenn wir mal einen Blick auf die Zukunft unser Altersvorsorge werfen. Denn das deutsche Rentensystem baut darauf auf, dass jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Rente von Älteren mitfinanzieren, die bereits in ihrem wohlverdienten Ruhestand sind. Aber kann das bei dem vorliegenden demografischen Wandel überhaupt noch funktionieren?

Um dem demografischen Wandel gewissermaßen entgegenzuwirken, hat die deutsche Regierung den Entschluss gefasst, das Rentenalter schrittweise auf 67 Jahre anzuheben. Ein erster Schritt, um die nächsten Jahre zumindest noch ausreichend Rente auszahlen zu können. Aber kannst du dir in der heutigen Zeit noch sicher sein, eine ausreichend hohe Rente zu beziehen, wenn du das Rentenalter erreicht hast?

Privat musst du dich um Deine #Altersvorsorge kümmern, um im Ruhestand nicht am Existenzminimum leben zu müssen.

Was das für deine Altersvorsorge bedeutet?

Privat musst du dich um Deine Altersvorsorge kümmern, um im wohlverdienten Ruhestand nicht am Existenzminimum leben zu müssen. Die Auswahl an Anlagemöglichkeiten ist jedoch riesig: Von Tages- und Festgeldkonten  über Riester-Renten oder Lebensversicherungen bis hin zu aktien- oder fondsbasierten Vorsorgemöglichkeiten. Du fragst dich, was genau das Richtige für dich ist und wie du den perfekten Vorsorgeplan für Dich entwickelst? Genau darauf wollen wir in diesem Blogbeitrag eingehen. Allerdings liegt der Schlüssel zum Erfolg in unseren Augen nicht in den typischen versicherungsbasierten Vorsorgemodellen oder Tages- und Festgeldkonten, sondern in Aktien.

Gerade vor Letzteren schrecken viele von uns zurück. Dabei spricht einiges dafür, in Aktien zu investieren. Nicht zuletzt ist die hohe Rendite ein ausschlaggebender Punkt, das Thema Aktien doch einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Und auch, wenn es auf den ersten Blick kompliziert aussieht – der Aktien-Dschungel ist gar nicht so komplex, wie er auf den ersten Blick aussieht.

Alternativen haben wir eben schon aufgelistet. Du kannst dein hart erspartes Geld aufs Sparbuch oder ein Tages-/ Festgeldkonto packen. Bei den Niedrigzinsen ist das langfristig aber nicht erfolgsversprechend. Alternativ wären da noch Versicherungen. Bei denen zahlst du jedoch immense Kosten. Du brauchst Jahre bis du – trotz Zinsen – auf deine Einzahlungsbeträge kommst. Denn die ersten Jahre sind durch Kosten und Provisionen für deinen Berater und das Versicherungsunternehmen geprägt. Zudem ist auch die Rendite in der Regel nicht so hoch wie bei Aktien. Du siehst: Aktien sind erfolgsversprechender!

Auch an Sicherheit mangelt es Aktien nicht. Du solltest jedoch die folgenden Fakten berücksichtigen:

Fakt 1: Früh starten und regelmäßig sparen

Mit der Altersvorsorge solltest du so früh wie möglich starten, um den Zinseszins-Effekt zu nutzen. Das bedeutet, dass du die Zinsen, die du auf Dein Kapital erhältst, immer wieder mit anlegst. Im ersten Moment klingt das nach einer Kleinigkeit, aber wenn du die Zinsen jedes Jahr für 10-20 Jahre oder sogar mehr wieder anlegst, entsteht so eine immense Summe, auf die du im Alter nicht verzichten möchtest.

Außerdem solltest du regelmäßig sparen. Leg am besten einmal im Monat einen Betrag zur Seite, den du in Aktien investieren möchtest. Auch wenn der Betrag noch so klein ist, investiere ihn in Deine Altersvorsorge. Denn ein kleiner Betrag kann sich bei der Rendite am Aktienmarkt schon deutlich bemerkbar machen. Kostenlose Sparpläne von Direktbanken erleichtern hier die Anlage enorm.

Fakt 2: Kosten, Steuern und Rendite beachten

Auch bei Aktien fallen Kosten und Steuern an, denen Du Beachtung schenken solltest. Das ist aber kein Grund, nicht in Aktien zu investieren. Denn in der Regel erzielst Du trotzdem eine höhere Rendite als bei den anderen Vorsorgeprodukten.

Die Kosten sind je nach Anbieter unterschiedlich. In der Regel zahlst du pro Transaktion einen kleinen Betrag. Deshalb sollten Transaktionen bewusst durchgeführt werden. Steuern werden ab dem Freibetrag von 801 € pro Person fällig. Auf alle Gewinne, die darüber hinausgehen, zahlst du 25 Prozent Abgeltungssteuer sowie den Solidaritätszuschlag (und eventuell die Kirchensteuer). Macht in Summe 26,375 Prozent fällige Steuern. Trotz der anfallenden Steuern solltest du also versuchen, möglichst viele Erträge zu erzielen, um dir deine Rente zu sichern.

Um möglichst viel Rente ansparen zu können, solltest du also bewusst darauf achten, eine gute Rendite zu erzielen. Hierfür musst du also auch Kosten und Steuern beachten, denn nur so sind Aktien wirklich erfolgsversprechend. Und teure Aktien-, Anleihen oder gar Mischfonds schmälern mit ihren hohen Kosten die Erträge.

Fakt 3: Inflation

Von Inflation wird gesprochen, wenn sich die allgemeinen Preise von Gütern erhöhen. Generell wird im Euro-Gebiet mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent angestrebt, also eine Erhöhung der Güterpreise um zwei Prozent. Das bedeutet also, wenn du heute 100€ zur Verfügung hast, dass diese 100€ bei einer Inflation von zwei Prozent nach einem Jahr nur noch 98€ wert sind. Du kannst also in einem Jahr weniger für dein Geld kaufen. Aktuell die Inflationsrate stark an, was sich in der Summe der Jahre dann auch bemerkbar macht.

Bei der Berechnung deiner tatsächlichen Rendite solltest du also die Inflationsrate nicht vergessen. Das gilt natürlich auch für die anderen Vorsorgeprodukte. Nehmen wir das Festgeldkonto als Beispiel, wird deutlich, dass sich dieses Produkt bei der geplanten Inflation von zwei Prozent nicht als Vorsorgemaßnahme für die eigene Rente eignet. Im März 2017 liegt der Zinssatz für Festgeldkonten mit hoher Rendite bei ca. einem Prozent.

Fakt 4: Streue Deine Investitionen

Am Aktienmarkt musst Du kein hohes Risiko eingehen. Du kannst das Risiko ganz einfach minimieren, indem du Deine Investitionen streust. Kaufe viele verschiedene Aktien von unterschiedlichen Unternehmen, Branchen und Ländern. Mit Hilfe dieser Diversifikation kann dir eine Krise in der deutschen Automobilbranche nicht so viel anhaben, wenn du beispielsweise nur auf VW-Aktien gesetzt hättest.

Am einfachsten geht das, wenn Du in Exchange Traded Funds, sogenannte ETFs, investierst. Das sind kostengünstige Fonds, die einen Index wie beispielsweise den DAX abbilden. Im Vergleich zu traditionellen Investmentfonds werden sie nicht von einem Fondsmanager betreut, sondern passiv verwaltet. Dadurch lassen sich die Gebühren sehr niedrig halten. Pro Jahr kosten die Anteile zwischen 0,1 und 0,8 Prozent, während aktive Fonds oftmals zwischen 1 und 3 Prozent plus etwaigen Ausgabeschlägen liegen. Je nach Index hast du dann bis zu 1.600 Unternehmen in einem ETF-Anteil, der momentan um die 50 Euro kostet.

Du willst mehr über Altersvorsorge wissen?

Du bist neugierig geworden und willst mehr zum Thema Aktien und dem Aufbau eines aktienbasierten Vorsorgemodells wissen? Im Kurs „Geld anlegen für später“ geht es genau um diese Thematik.

Innerhalb von 34 Minuten lernst du alles, was du über Aktien wissen musst, um ein eigenes Depot zu führen. Zusätzlich wird dir ein persönliches Vorsorge-Modell an die Hand gegeben, mit dem du dir privat ein Vermögen aufbauen kannst. Dafür ist unser neuer Online-Kurs „Geld anlegen für später“ mit Finanzexperte Sebastian Tonn, bekannt aus RTL und Bild.de, wie gemacht.

Du kannst also direkt mit einem konkreten Vorsorgeplan loslegen und musst dich nicht erstmal intensiv in die verschiedensten Unternehmen einarbeiten, um darauf aufbauend entscheiden zu können, welche Aktien die besten sind.

Du bist überzeugt, dass Aktien die richtige Wahl für deine Altersvorsorge sind und willst ein paar Hilfestellungen haben? Mittlerweile gibt es viele gute Bücher, die das Thema sehr anschaulich erläutern. Ein wunderbares Grundlagenbuch nennt sich „Der Aktien- und Börsenführerschein“ von Beate Sander und bringt dir sehr anschaulich das Thema Geldanlage näher. Auch das Buch „Der Finanzwesir“ gibt dir einen umfassenden Überblick über die Geldanlage in all‘ ihren Facetten. Das beste Buch aus wissenschaftlicher Sicht ist der Bestseller „Souverän investieren in Indexfonds und ETFs“ von Dr. Gerd Kommer.

Aber auch kostenloses Wissen gibt es mittlerweile zuhauf. Herausragende Blogs wie „Der Finanzwesir“ oder Finanzrocker, anschauliche YouTube-Kanäle wie Finanzfluss oder auch finanzielle Grundlagen-Podcasts wie „Der Finanzwesir rockt“ geben dir einen sehr guten Überblick. Schau doch dort mal vorbei.

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