Social Media Management: Wie dein Unternehmen nachhaltig davon profitiert

Social Media Management

Wir posten unser Mittagessen auf Facebook, teilen Fotos auf Instagram und lassen andere per Snapchat an unserem Alltag teilhaben. Erfolgreiche YouTuber und Blogger werden gefeiert wie Superstars. Keine Frage: Social Media ist in unserer heutigen Gesellschaft angekommen und wird in Zukunft einen noch größeren Stellenwert in unseren täglichen Leben einnehmen. Für das Marketing von Unternehmen bringt diese Entwicklung große Chancen mit sich. Social Media Management sollte deswegen in jedem Unternehmen etabliert werden. Denn: Richtig eingesetzt bieten Soziale Medien ein günstiges und sehr effektives Marketinginstrument. In diesem Artikel geben wir dir Tipps, wie du Social Media Management in deinem Unternehmen gewinnbringend nutzen kannst.

Social Media ist überall

Social Media Kanäle wie Facebook, Xing und Twitter boomen: sie wurden im Jahr 2015 jeden Monat von 37,8 Millionen Menschen in Deutschland genutzt. Und die Tendenz ist steigend: 2021 sollen bereits 42 Millionen in Sozialen Medien aktiv sein. Diese Zahlen zeigen: Social Media ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und ist ein wichtiger Bestandteil unseres täglichen Lebens.

Das Angebot an Social Media Kanälen ist dabei so vielfältig wie die Nutzerinnen und Nutzer selbst. Ob Texte, Fotos oder Videos: Für Jeden ist etwas dabei. Facebook ist mit 1,9 Milliarden aktiven Mitgliedern weltweit das größte Netzwerk – und es werden täglich mehr. Auf Instagram teilen 600 Millionen User täglich Fotos, während YouTube mit einer Milliarde Nutzerinnen und Nutzern das beliebteste Netzwerk für Videos ist. Kurze Tweets werden via Twitter von 328 Millionen aktiven Usern gesendet. Und auch die Messaging-Dienste boomen: Mit WhatsApp schicken rund eine Milliarde User täglich Unmengen an Nachrichten hin und her. Der Instant-Messaging-Dienst Snapchat ist besonders bei der jüngeren Generation beliebt und hat innerhalb kürzester Zeit 100 Millionen Nutzerinnen und Nutzern gewonnen. Auch Business-Netzwerke wie XING (10 Millionen) und LinkedIn (344 Millionen) sind zum professionellen Austausch sehr beliebt.

Social Media Management: Potenzial vs. Gefahr

Angesichts dieser Zahlen wird klar: Social Media ist aus dem Marketing-Mix von Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Es ist das wohl wichtigste Marketing-Instrument unserer Zeit. Richtig eingesetzt kannst du mit wenig Budget sehr große Reichweiten erzielen. Doch wird sich nur halbherzig darum gekümmert, kann genau das Gegenteil eintreten und dein Unternehmen kann im schlimmsten Fall einen unwiderruflichen Schaden erleiden. Immer wieder hört man von Unternehmen, die durch sogenannte Shitstorms erhebliche Imageschäden und Umsatzeinbußen einstecken mussten. Deswegen ist es wichtig, gut strukturiert an das Thema Social Media heranzugehen und die verschiedenen Kanäle sinnvoll aufeinander abzustimmen. Denn nur mit einem effektiven Social Media Management kannst du das volle Potenzial dieser Kanäle nutzen und hohe Reichweiten erzielen. Im Folgenden Artikel geben wir dir Tipps, wie du Social Media Management in deinem Unternehmen gewinnbringend einsetzt.

Social Media Marketing 2017: Steigern Sie Ihren Unternehmenserfolg mit Facebook, Twitter, XING & Co.
  • Stephanie Holmes
  • Herausgeber: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Auflage Nr. 4 (19.12.2016)
  • Taschenbuch: 228 Seiten

Beschränke dich auf die wichtigen Kanäle

Wie du bereits gesehen hast: Das Angebot an Social Media Kanälen ist riesig. Es ist unmöglich, all diese Kanäle gleichzeitig mit qualitativ hochwertigen Inhalten füllen zu können. Statt viele Kanäle nur halbherzig zu pflegen, überlege dir lieber genau, welche Netzwerke für dein Unternehmen wirklich sinnvoll sind und konzentriere dich auf diese. Auch wenn sie eine große Reichweite haben – nicht immer sind die Klassiker wie Facebook und Instagram automatisch die richtige Wahl. Frage dich, wo im Netz sich deine Zielgruppe aufhält und wo du sie am besten erreichen kannst. Dafür ist es natürlich wichtig, dass du deine Kundschaft mit ihren Wünschen und Problemen gut kennst. Nutze dafür auch die Informationen, die Mitglieder in sozialen Netzwerken von sich preisgeben: demographische Merkmale wie Alter, Beruf, Wohnort etc. können dir für dein Marketing wertvolle Informationen geben.

Sei da, wo deine Zielgruppe ist

Ist deine Zielgruppe jünger, könnte sich Snapchat als eine gute Wahl erweisen. Design-affine Kundinnen und Kunden lassen sich in der Regel gut über Foto-Plattformen wie Pinterest oder Instagram erreichen. Vielleicht verkauft dein Unternehmen auch ein Nischenprodukt und potenzielle Interessierte können besser in Foren oder auf einem Blog erreicht werden? Du kennst deine Kundinnen und Kunden am besten – nutze dieses Wissen für deine Social Media Strategie! Du wirst sehen: hast du einmal die richtigen Netzwerke und Gruppen für dein Unternehmen gefunden, kommen hochwertige Kontakte zustande. Zielgenauer kannst du dein Marketing-Budget nicht einsetzen!

Erstelle einen Redaktionsplan

Entgegen der landläufigen Meinung ist es im Social Media Management nicht damit getan, mal eben schnell einen Post abzusetzen. Um wirklich nachhaltige Erfolge zu erzielen, musst du deine Zielgruppe regelmäßig mit interessanten Informationen über deine Social Media Kanäle versorgen und dabei auch immer deine Unternehmensziele im Hinterkopf behalten.

Um deine Aktivitäten in dieser Hinsicht sinnvoll zu planen, empfehlen wir dir einen Redaktionsplan, auf dem alle deine Social Media Aktivitäten im Vorhinein geplant und festgehalten werden. Wie dieser genau im Detail aussieht, hängt ganz von deinen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Grundsätzlich sollte aber immer ersichtlich sein, welche Themen in welchen Kanälen und zu welchem Zeitpunkt geteilt werden. Je nach Bedarf kannst du auch noch andere Details wie die Zuordnung von Verantwortlichkeiten, Hashtags, Freigabe-Prozesse und anderes in deinen Social Media Redaktionsplan integrieren. So kannst du sichergehen, dass deine Follower mit abwechslungsreichen und informativen Posts versorgt werden und so die Qualität deines Kanals sicherstellen.

Bleibe trotz Planung flexibel

Wenn das Social Media Management in deinem Unternehmen von mehr als einer Person übernommen wird, empfiehlt es sich, den Redaktionsplan über Cloud-Dienste wie Google Docs für alle Beteiligten zugänglich zu machen. So kann jeder sehen, welcher Content als nächstes ansteht und gegebenenfalls Änderungsvorschläge einbringen.

Trotz aller Planung: Vergiss nicht, dass Social Media Kanäle vor allem auch durch ihre Aktualität leben. Scheue dich also nicht, auch mal von deinem Plan abzuweichen und Trends und aktuelle Ereignisse spontan aufzugreifen. Also: ein Plan ist gut, Spontanität im richtigen Moment noch besser!

Nutze Social Media Management Tools

Mehrere Social Media Kanäle zu steuern und im Blick zu behalten, kann schnell unübersichtlich werden. Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, solltest du jedoch all deine Social Media Kanäle jederzeit im Auge haben. Denn nur so kannst du auf Kundenanfragen, Kommentare etc. schnell reagieren. Um dir den Überblick zu erleichtern, gibt es mittlerweile eine Reihe hilfreicher Tools, die dir die Steuerung erleichtern und dir einen guten Überblick über Aktivitäten in deinen Netzwerken bieten. So musst du nicht mit verschiedenen Logins hantieren und hast immer alles im Blick. Das Angebot an Social Media Management-Tools ist groß: von Plattform-bezogenen Tools wie Tweetdeck für Twitter, die kostenlos sind, bis hin zu komplexer Software wie Sprout Social oder Hootsuite, die einen dreistelligen Betrag im Monat kosten können, ist alles dabei. Hier kannst du dir einen guten Überblick verschaffen.

Unser Tipp: Schau dir die verschiedenen Anbieter an und überlege dann genau, welche der Leistungen wirklich sinnvoll für dich sind. Es bringt nichts, monatlich viel Geld zu zahlen, wenn du die Hälfte der Funktionen gar nicht nutzt. Generell gilt: je mehr Social Media Kanäle und je größer das Team, desto komplexer sollte auch das Tool sein.

Fördere den Dialog

Du solltest auf keinen Fall den Fehler machen, Social Media als reinen Werbekanal zu sehen. Denn sie bieten über den normalen Werbeeffekt hinaus noch ein viel wichtigeres Feature:  Soziale Medien sind die optimale Möglichkeit, um mit deinen Kundinnen und Kunden in einen Dialog zu treten. Schon Maslow hat in seiner Bedürfnispyramide festgestellt, dass der Wunsch nach sozialen Beziehungen eines der menschlichen Grundbedürfnisse ist. Und soziale Medien bieten dank ihrer Features die besten Voraussetzungen dafür, das für dein Marketing zu nutzen. Ob Likes, Kommentare oder Bewertungen: du bekommst direktes und wertvolles Feedback in Echtzeit von deinen Followern und kannst direkt darauf reagieren. Nie war es einfacher, so direkt mit deinen potenziellen Kundinnen und Kunden zu kommunizieren! Nutze diesen Input auch als Anregung für Verbesserungen an deinen Produkten und Dienstleistungen.

Das heißt aber auch, dass du deine Kanäle jederzeit im Blick behalten solltest. Und das optimalerweise auch am Wochenende und in den späten Abendstunden. Je schneller du reagierst, desto besser ist das für deine Reputation. Wichtig: auch der Umgang mit kritischen Bewertungen muss gelernt sein! Hier brauchst du das nötige Fingerspitzengefühl, um heikle Situationen rechtzeitig zu entschärfen. Vermeide wenn möglich das Ignorieren oder Löschen von negativem Feedback – das verschlimmert die Situation in der Regel nur. Reagiere professionell auf die Kritik und zeige so, dass du die Meinung und das Feedback deiner Kundschaft zu schätzen weißt.

Ein neuer Kontaktweg

Zur Dialogbereitschaft gehört auch, Interessierten die Möglichkeit zu geben, dich über deine Social Media Kanäle zu kontaktieren. Klassische Kontaktwege wie Telefonhotlines und oder ein Kontaktformular auf deiner Website werden immer weniger genutzt – Echzeit-Kommunikation ist der neue Trend. Nutzerinnen und Nutzer schätzen die Möglichkeit, auf Social Media ohne Umwege und jederzeit direkt mit deinem Unternehmen in Kontakt zu treten. Ein freundlicher und schneller Service ist hier Gold wert. Je schneller du auf Anfragen von Interessierten antwortest, desto besser. Nutzerinnen und Nutzer von Sozialen Medien warten meist nicht gerne lange auf eine Antwort. Noch ein Vorteil: So kannst du deine anderen Kontaktkanäle entlasten.

Miss deinen Erfolg und lerne draus!

All diese Tipps helfen dir natürlich nicht, wenn deine Inhalte nicht gut bei deinen Kundinnen und Kunden ankommen. Deswegen ist es wichtig, dass du die Performance deiner verschiedenen Social Media Kanäle immer im Auge behältst. Dank moderner Technologien ist die Erfolgsmessung viel leichter, als du es von anderen Marketingmaßnahmen kennst. Fast jede Plattform hat mittlerweile ihr eigenes (meist kostenloses) Analyse-Tool integriert, mit dem du wichtige Kennzahlen messen kannst. Werden entsprechende Maßnahmen eingebaut, kannst du mit Google Analytics und Co. die Customer Journey bis hin zum erfolgreichen Verkaufsabschluss verfolgen. Wesentlich umfangreicher, aber auch entsprechend kostspieliger, sind Social Media Management Tools, wie wir sie dir schon am Anfang des Artikels vorgestellt haben.

Social Media Management: Ein ständiger Optimierungsprozess

Für welche Variante des Trackings du dich auch entscheidest: Das Wichtigste ist, dass du aus den Ergebnissen die richtigen Schlüsse ziehst. Schaue dir genau an, welche Art von Posts bei deinen Followern gut ankommen und versuche mehr in dieser Art zu veröffentlichen. Meide zukünftig die, die nicht so erfolgreich waren und versuche Gründe zu finden, warum ein bestimmter Post nicht so gut ankam. So lernst du nach und nach die Bedürfnisse deiner Zielgruppe besser kennen und kannst deine Social Media Strategie weiter verbessern. Doch vergiss nicht: Social Media Management in ein Prozess, der sich immer wieder wandelt. Ruhe dich daher niemals auf dem Ist-Zustand aus, sondern bleibe konstant am Ball und passe deine Inhalte immer wieder entsprechend an.

Social Media Management als Beruf der Zukunft

Du siehst also: Social Media Management ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, deren Bedeutung im Marketing-Mix in Zukunft weiter zunehmen wird. Für Unternehmen ist es daher enorm wichtig, auf Facebook, Twitter und Co. präsent zu sein. Diese durch regelmäßige und spannende Inhalte zum Leben zu erwecken und mit Interessierten in einen Dialog zu treten, ist Aufgabe von Social Media Managerinnen und Managern. Auch wenn diese Berufsbezeichnung noch verhältnismäßig jung ist: aus den meisten Marketing-Abteilungen ist sie längst nicht mehr wegzudenken. Und Expertinnen und Experten für das Thema Social Media werden immer gefragter. Es lohnt sich daher auf jeden Fall, dich in diesem Bereich weiterzubilden.

Bilde dich jetzt online zum Social Media Manager weiter

Besonders einfach und flexibel geht das mit einem einem Online-Kurs bei oncampus. Dort lernst du alle wichtigen Grundlagen rund um das Management von Sozialen Medien und legst damit den Grundstein für deine Karriere als Social Media Managerin oder Manager. Geleitet wird der sechswöchige Kurs von Bruno Kollhorst, Leiter des Bereichs Social Media der Techniker Krankenkasse. Du hast also die einmalige Chance, von einem Praktiker mit jahrelanger Erfahrung zu lernen.

Nach dem Kurs weißt du nicht nur, wie du deine Social Media Ziele festlegst und diese durch den richtigen Einsatz der jeweiligen Social Media Instrumente erreichen kannst. Du lernst auch, den optimalen Social Media Mix für dein Unternehmen zusammenzustellen, bekommst Tipps an die Hand, um in Krisensituationen professionell reagieren zu können und erfährst, wie du deine Erfolge messen kannst. Besonders interessant: in der letzten Woche arbeitest du gemeinsam mit anderen Teilnehmenden an einem realen Kundenprojekt und präsentierst eure Ergebnisse direkt vor dem Kunden. Und das alles online von deinem Rechner aus. Sieh dir doch gleich das Video an und erfahre mehr über den Kurs.

Du möchtest noch mehr Flexibilität? Dann ist vielleicht der Online-Selbstlernkurs von oncampus etwas für dich. Für nur 50 € kannst du ein halbes Jahr lang auf die Inhalte im Kurs zugreifen und in diesem Zeitraum lernen, wann und wo auch immer es dir passt.

Für welche der beiden Varianten du dich auch entscheidest: du kannst dir sicher sein, mit einer Weiterbildung im Social Media Management eine Fähigkeit zu erlernen, die in Zukunft noch stärker nachgefragt werden wird.

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