Social Media Monitoring – Warum sich Zuhören in Echzeit für dein Marketing auszahlt

Ein Unternehmen, das nicht auf Facebook und Co. präsent ist? Das ist heute fast undenkbar. Jede Sekunde werden unzählige Texte, Fotos und Videos in sozialen Medien geteilt. Und auch über Marken, Produkte und Unternehmen wird in der Online-Welt gesprochen. Deswegen ist es für Unternehmen wichtig, immer ein Auge auf ihre Reputation im Netz zu haben. Beim Social Media Monitoring werden alle Aktivitäten und Ereignisse in sozialen Netzwerken im Zusammenhang mit dem Unternehmen und seinen Produkten überwacht. Dieses „Zuhören in Echtzeit“ bietet wertvolle Einsichten und bringt so viel Potenzial mit sich. Doch was genau verbirgt sich hinter Social Media Monitoring? Welche Arten von Social Media Monitoring gibt es? Und wie finde ich das richtige Tool für meine Bedürfnisse? Wir haben das für dich einmal zusammengefasst.

Social Media Monitoring

Früher war nicht alles besser. Telefonhotlines zum Beispiel. Noch vor wenigen Jahren hing man stundenlang in ebendiesen fest, musste sich mit monotoner Fahrstuhlmusik berieseln lassen und hat während der Wartezeit meist noch einen gesamten Wohnungsputz geschafft. Nur, um sich schließlich vom lustlosen Kundendienst am anderen Ende der Leitung vertrösten zu lassen. So etwas können sich Unternehmen heute nicht mehr leisten. In Zeiten von Social Media sind schnelle Reaktionen gefragt. Userinnen und User erwarten zeitnah eine Antwort, und das am besten rund um die Uhr.

Um schnell reagieren zu können, müssen Marketing-Abteilungen Twitter, Facebook und Co. immer im Blick haben. Dabei hilft Social Media Monitoring. Einmal im Unternehmen etabliert, erleichtert es die Überwachung und Steuerung der verschiedenen Kanäle enorm. Wir erklären dir, was Social Media Monitoring genau bedeutet und zeigen dir verschiedene Monitoring-Arten auf. Außerdem erfährst du in diesem Artikel, welche Vorteile Social Media Monitoring für das Marketing deines Unternehmens bringt und was du bei der Auswahl eines Social Media Monitoring Tools beachten solltest.

Zuhören in Echtzeit

Wörtlich übersetzt bedeutet Social Media Monitoring die Überwachung verschiedener Social Media Kanäle. Es wird oft auch als Social Listening bezeichnet – also als das Zuhören auf verschiedenen Social Media Plattformen. Je nach Fokus wird ein genaueres Augenmerk auf Themen, bestimmte Personen (z.B. Blogger oder andere Influencer), ein bestimmtes Keyword, eine bestimmte Plattform oder andere Punkte von Interesse gelegt. Dank Social Media Monitoring ist es möglich, Stimmungen und Trends schnell zu erkennen und Entwicklungen zu analysieren.

Dieses Wissen bringt für das Marketing von Unternehmen viel Potenzial mit sich. So kann beispielsweise eine Strategie entwickelt werden, welche Social-Media-Plattformen mit welchen Inhalten sinnvoll zu bespielen sind. Doch nicht nur das – im Gegensatz zur reinen Analyse wird Social Media Monitoring kontinuierlich betrieben. Das erlaubt es Unternehmen, zeitnah zu handeln, wenn Influencer etwas zu ihrer Marke posten, wenn sich ein Shitstorm anzubahnen droht oder es auf ein anderes Ereignis schnell zu reagieren gilt.

Arten von Social Media Monitoring

Je nachdem, was genau beobachtet werden soll, unterscheidet man vier verschiedene Arten von Social Media Monitoring.

  • Echtzeit Monitoring: Beim Echtzeit Monitoring oder auch Real Time Monitoring werden Meldungen zu einem Hashtag, von einer bestimmten Person oder einem anderen Schwerpunkt nach Wahl in Echtzeit angezeigt. So bist du immer auf dem neusten Stand der Entwicklungen.
  • Netzwerk Monitoring: Hier wird nicht ein einzelner Nutzer, sondern das komplette Soziale Netzwerk analysiert. So kannst du Trends und Influencer schnell herausfiltern.
  • Ortsbasiertes Monitoring: Wie der Name schon sagt, grenzt man die Suche nach Inhalten auf einen bestimmten geografischen Bereich ein. Das ist besonders hilfreich für Unternehmen, die einen starken Regionalitätsbezug haben.
  • Stimmungs-Monitoring: Mit dieser Art des Monitorings können Stimmungen im Netz beobachtet werden. Im Vorhinein werden bestimmte Begriffe bewertet und je nach Ausprägung ihrer Nennung kann ein Stimmungsbild ermittelt werden.

Je nach Bedarf können alle, oder auch nur einzelnen dieser Monitoring-Varianten eingesetzt werden. Überlege dir immer genau, welche Beobachtungen für deinen Zweck tatsächlich sinnvoll sind. Nicht zuletzt entscheiden natürlich auch deine Ressourcen darüber, welche Arten von Social Media Monitoring du umsetzen kannst.

Die Vorteile von Social Media Monitoring

Die Vorteile von Social Media Monitoring liegen auf der Hand. Es ist wie damals in der Schule: wer aufmerksam zuhört, bekommt auch viel mit und heimst nicht selten auch die besseren Noten ein. Richtig eingesetzt birgt Social Media Monitoring wertvolles Wissen für Unternehmen, das für das Marketing gewinnbringend eingesetzt werden kann.

Dank des Zuhörens in Echtzeit ist es Unternehmen möglich, die Geschehnisse in sozialen Medien umfassend zu beobachten. So bekommt man sehr bald ein umfassendes Bild der eigenen Reputation im Netz. Dieses wertvolle Wissen kann im Unternehmen unter anderem für die Planung zukünftiger Kommunikations- und Marketing-Maßnahmen und für die proaktive Kontaktaufnahme mit Kundinnen und Kunden verwendet werden. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil: es fällt in der Regel frühzeitig auf, wenn sich die Stimmung hinsichtlich des Unternehmens in den sozialen Medien verändert. Besonders, wenn sich ein Shitstorm anzubahnen droht, ist dieses Wissen Gold wert. Es gibt den Verantwortlichen einen kleinen Vorsprung, um die Situation zu entschärfen, bevor es zum Ernstfall kommt und eventuell irreparable Imageschäden entstehen.

Weghören ist keine Option 

Trotz allem solltest du dir bewusst sein, dass Social Media Monitoring nicht mal eben nebenbei etabliert und durchgeführt werden kann. Möchtest du möglichst vielseitige Einsichten gewinnen, ist ein hoher Zeit- und Personalaufwand notwendig. Das Beobachten verschiedener Plattform, das Beantworten von Nachrichten und auch die schnelle Reaktion im Ernstfall nehmen viel Zeit in Anspruch und brauchen gut geschultes Personal.

Für große Unternehmen mit gut besetzten Marketing-Abteilungen oder Agenturen ist das in der Regel kein Problem. Doch gerade kleinere Unternehmen können es sich häufig nicht leisten, viele Ressourcen in Social Media Monitoring zu investieren. Sollte man das Zuhören in diesem Fall dann lieber lassen? Hier lautet die Antwort ganz klar: nein. In der heutigen Zeit sollte man soziale Netzwerke immer im Blick haben – zu schnell sind die Dynamiken, die sich entwickeln können. Bahnt sich im Netz ein Shitstorm an und dein Unternehmen bekommt zu lange nichts davon mit, können die Auswirkungen zum Teil verheerend sein. Deswegen gilt in der Welt von Social Media: lieber etwas zuhören, als gar nicht zuzuhören und den Dingen im Netz ihren Lauf zu lassen.

Wenn auch deine Ressourcen begrenzt sind, ist es umso wichtiger, dir beim Aufsetzen des Social Media Monitorings genau zu überlegen, welche Daten am wichtigsten für dich sind. Schneide das Social Media Monitoring so gut es geht auf deine individuellen Bedürfnisse zu. Fokussiere dich darauf und setze die so gewonnenen Daten zielführend ein. Trotzdem gilt natürlich auch hier: vergiss nicht, ab und zu auch mal nach links und rechts zu schauen, damit dir keine wichtigen Ereignisse entgehen.

Die Auswahl des richtigen Tools

Wie du bereits im vorherigen Abschnitt erfahren hast: Weghören ist keine Option. Und mit ein paar Tipps und Tricks können auch Unternehmen mit weniger Ressourcen ein Social Media Monitoring aufbauen. Eine große Hilfe ist die Unterstützung durch ein Social Media Monitoring Tool. Eine solche Software bündelt alle relevanten Kanäle und deren Content auf einer Plattform und stellt diese übersichtlich dar. Je nach Einstellung erfährst du alles zu bestimmten Themen, von einzelnen Personen, zu bestimmten Keywords etc. So erfährst du auf einen Blick, was gerade über deine Marke im Netz berichtet wird. So ersparst du dir die zeitraubende Suche auf einzelnen Plattformen und kannst deine Ressourcen stattdessen für die Optimierung einsetzen.

Angebote an Social Media Monitoring Tools gibt es wie Sand am Meer. Doch nicht jedes passt zu jedem Unternehmen. Vorweg sei gesagt: wie so oft im Leben gibt es auch hier nicht die eierlegende Wollmilchsau. Wie genau das richtige Tool für dein Unternehmen aussieht, hängt ganz von euren Bedürfnissen ab. Generell gilt: je individueller man die Benutzeroberfläche eines Tools einstellen kann, desto besser und übersichtlicher ist in der Regel auch die Handhabung. Denn so hast du das Wichtigste sofort immer auf einen Blick vor dir.

Generell sollte ein Social Media Monitoring Tool folgende Funktionen bereitstellen:

  • Monitoring: Die Kernfunktion eines Social Media Monitoring Tools ist und bleibt natürlich das Beobachten von Vorkommnissen im Netz, die mit dem eigenen Unternehmen, den Produkten usw. zu tun haben.
  • Veröffentlichen von Beiträgen: Optimal ist, wenn man Beiträge auf Facebook, Twitter, Instagram und Co. direkt von der Social Media Monitoring Plattform aus veröffentlichen kann. So spart man sich das aufwändige hin- und herschalten zwischen verschiedenen Netzwerken und behält zudem einen besseren Überblick.
  • Kommunikation mit der Community: Ein gutes Social Media Monitoring Tool erlaubt es auch, Beiträge von Nutzerinnen und Nutzern direkt zu beantworten oder weiterzuleiten.
  • Analyse: Damit der Erfolg von Maßnahmen auch gemessen werden kann, spielt die Analyse-Funktion bei einem Social Media Monitoring Tool ebenfalls eine wichtige Rolle. Am besten ist es, wenn die Ergebnisse grafisch dargestellt werden können. Doch auch qualitative Auswertungen wie z.B. die Beobachtung ganzer Profile sind zunehmend wichtiger.

Wie bereits gesagt: Nicht jedes Unternehmen braucht jede dieser Funktionen im gleichen Maße. Bevor du dich auf die Suche nach einem geeigneten Tool machst, überlege dir genau, was es können muss. Du benötigst zum Beispiel keine detaillierte Analyse, wenn dir die Zeit fehlt, dich ausgiebig mit den Ergebnissen zu beschäftigen. Hole dir im nächsten Schritt Angebote verschiedener Anbieter ein und vergleiche das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Preisunterschiede sind groß – von kostenfreien Anbietern wie Google Alerts, bis zu hochpreisigen Anbietern wie Brandwatch oder Radarly, die mehrere hundert Euro monatlich kosten, ist alles vertreten. Eine gute Übersicht der bekanntesten Anbieter findest du hier. Wie schon gesagt, das perfekte Tool gibt es auch bei Social Media Monitoring Tools nicht, aber mit der entsprechenden Vorbereitung wirst du eines finden, das deinen individuellen Bedürfnisse sehr nahe kommt.

Fazit: Augen offen halten!

Social Media Monitoring ist für Unternehmen in Zeiten von Social Media ein wertvolles Instrument, das umfassende Informationen liefert. Je individueller das Monitoring an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst ist, desto wertvoller sind die Informationen, die daraus gezogen werden können. Um ein funktionierendes Social Media Monitoring zu etablieren, bedarf es allerdings einer guten Planung und des richtigen Know-Hows. Denn wer planlos an die Sache herangeht, verschwendet wertvolle Ressourcen und wird eher mangelhafte Erkenntnisse daraus ziehen können. Wird es jedoch richtig eingesetzt, können Unternehmen vom Social Media Monitoring nur profitieren. Marketing-Verwantwortliche sollten daher über umfassendes Wissen zu diesem Thema verfügen.

Kurs Social Media Manager

Möchtest auch du dein Wissen über Social Media Monitoring vertiefen? Dann schau doch mal bei unserem beliebten Kurs Social Media Community Management vorbei. Hier lernst du die wichtigsten Grundlagen rund um das Thema Social Media Management. Von der Strategie-Entwicklung bis hin zur Umsetzung und Messung bekommst du einen Einblick in alle relevanten Bereiche der Welt der Sozialen Medien. Und natürlich wird auch das Thema Social Media Monitoring umfassend behandelt. Und weil es uns wichtig ist, dass du nicht nur trockene Theorie lernst, wird unser Kurs durch viele praktische Beispiele immer wieder mit dem Unternehmensalltag verbunden.

Alleine oder mit Experten lernen? Du entscheidest!

oncampus hat es sich zum Ziel gesetzt, dir das Lernen im Netz ganz nach deinen Bedürfnissen zu ermöglichen. Deswegen kannst du bei unserem Kurs Social Media Community Management zwischen zwei Varianten wählen. Im unbetreuten Selbstlernkurs kannst du sofort loslegen. Du kannst jederzeit für ein halbes Jahr auf die Inhalte online zugreifen und immer lernen, wann und wo es dir am besten passt.

Wenn du noch etwas tiefer in die Materie einsteigen und von der jahrelangen Erfahrung eines Social-Media-Experten profitieren möchtest, empfehlen wir dir die betreute Kursvariante. Gemeinsam mit Social-Media-Profi Bruno Kollhorst von der Techniker Krankenkasse und den anderen Kursteilnehmern lernt ihr sechs Wochen lang alles rund um das Thema Social Media Community Management. Jede Woche untersucht ihr gemeinsam in einem modernen virtuellen Lernraum ein Thema. Bei Fragen kannst du dich jederzeit an Bruno Kollhorst wenden und sie mit deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen diskutieren.

Und das beste: in der letzten Woche bearbeitest du gemeinsam mit deinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern ein Social Media Konzept für einen realen Kunden. Euer Ergebnis präsentiert ihr diesem dann auch direkt online. Praktischer geht es kaum! Im folgenden Video kannst du noch etwas mehr über den Kurs erfahren.

Für welche Variante du dich auch entscheidest: mit oncampus kannst du überall und jederzeit lernen, wann es dir gerade passt. Ob im Wartezimmer beim Zahnarzt, am Wochenende im Bett oder in der langen Mittagspause. Nutze die Möglichkeiten des Internets und entdecke eine ganz neue Form des Lernens!

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