Mit Wirtschaftsinformatik in die (digitale) Zukunft

Wirtschaftsinformatik

Unser Alltag und unsere Umgebung werden immer stärker digitalisiert und die Kenntnisse der Wirtschaftsinformatik immer wichtiger. Car-Sharing-Autos, die man ohne Mitarbeiter, sondern nur mit App in wenigen Minuten mieten kann. Smartphones, die im Berufsalltag zum Organisations-Allrounder werden und Kalender oder To-Do-Listen ersetzen. Flugzeuge, in denen es während der Reise WLAN gibt, um selbst über den Wolken erreichbar zu sein. Noch vor wenigen Jahren war diese Entwicklung reine Science – Fiction. Heute hingegen zeigen sie, wie schnell sich unsere Welt vernetzt hat. Und während diese technischen Neuerungen zunächst ganz aufregend und außergewöhnlich sind, integrieren sie sich so schnell in den Alltag, dass wir sie oft kaum noch als etwas Besonderes wahrnehmen.

Die Arbeitswelt wird von der zunehmenden Digitalisierung unseres Lebens vor neue Herausforderungen gestellt. So werden zum Beispiel immer mehr IT-Spezialisten gesucht, um den Anforderungen unserer vernetzten Zukunft gerecht zu werden. Von Konkurrenten abgehängt zu werden, die bereits digitaler agieren, kann (und will) sich kein Unternehmen leisten – egal ob Großkonzern oder Mittelstand.

Wer nun jedoch an „nerdige“ Science – Geeks denkt, die mit fünf Monitoren in einem kleinen Kellerbüro ohne Fenster sitzen und von leeren Kaffeetassen umgeben sind, der sollte sein Bild einmal rundum erneuern. Denn während das reine Informatik-Studium schon lange das Studienziel vieler Abiturienten ist, hat sich in den letzten Jahren eine weitere Fachrichtung entwickelt, die den Spagat zwischen Unternehmen und Digitalisierung abdeckt: die Wirtschaftsinformatik.

Der Fachbereich der Zukunft?

Wirtschaftsinformatik verbindet die wichtigsten Elemente aus Betriebswirtschaftslehre und Informatik. Neben der Fähigkeit, Probleme anzugehen und zeitgemäße Lösungen technisch umzusetzen, wird Studierenden gleichzeitig der unternehmerische Blick auf ebendiese Probleme vermittelt. Es geht darum, beide Bereiche perfekt aufeinander abzustimmen. So kann man als Wirtschaftsinformatiker Prozesse in Unternehmen mit Informationssystemen entwickeln, umsetzen und stetig verbessern. Als interdisziplinäre Wissenschaft verbindet der Studiengang theoretisches Fachwissen und angewandte Informatik. Mit diesem Know-how geht die wirtschaftliche und digitale Entwicklung Hand in Hand. Aber was soll das nun genau heißen?

In Unternehmen geht nichts ohne Kommunikation und Informationsaustausch, beides findet inzwischen meist digital statt. Daten- und Wissenstransfer, Bereitstellung und Strukturierung von Informationen oder die Abstimmung mit Kollegen, die teils hunderte oder sogar tausende Kilometer entfernt arbeiten, erfordern optimal vernetzte Strukturen. Ob E-Mail-Programme, Datenserver, Warenwirtschafts- oder CRM-Systeme – ohne Informationstechnik kommt heute kaum ein Unternehmensbereich aus. IT-Spezialisten blicken in Unternehmen auf eine unendliche Liste an möglichen Aufgabengebieten und Herausforderungen.

Voll im Trend

Laut statistischem Bundesamt ist der Studiengang Wirtschaftsinformatik an den Hochschulen im Wintersemester 2015/16 auf Platz 8 der beliebtesten Studiengänge gestiegen – zunächst bei den Männern. Diese nehmen mit knapp 80% derzeit den weitaus größeren Teil bei der Geschlechterverteilung im Studium ein. Wenn man sich erst einmal darüber bewusst geworden ist, in wie vielen Berufsbereichen die Wirtschaftsinformatik gebraucht wird, ist die steigende Popularität des Studiengangs absolut nicht verwunderlich. Denn wenn es Studiengänge gibt, die eine sichere Zukunft versprechen können, dann gehört die Wirtschaftsinformatik ganz gewiss dazu.

Analog oder digital?

Ist die Entscheidung, Wirtschaftsinformatik zu studieren einmal getroffen, so steht gleich die nächste wichtige Frage an: Wie wird das Studium absolviert? Als klassisches Vollzeit-Präsenz-Studium in einer Universität oder an einer Hochschule? Als duales Studium direkt im Unternehmen? Oder vielleicht doch lieber online und berufsbegleitend als Fernstudium? Jede der Möglichkeiten bietet ganz unterschiedliche Vorteile, die Studieninteressierte für sich persönliche berücksichtigen sollten. Während vor allem frisch gebackene (Fach-)Abiturienten häufig auf klassischere Studienmodelle der Universitäten und Fachhochschulen zurückgreifen, bietet sich insbesondere für bereits Berufstätige ein berufsbegleitendes Online-Studium an.

Wer sich erst einmal an ein geregeltes Einkommen und einen bestimmten Lebensstil gewöhnt hat, der will seinen Standard meistens nicht so einfach wieder aufgeben. Studi-Nebenjobs und Anwesenheitslisten, die in Hochschulen in jeder Sitzung  unterschrieben werden müssen? Zum Glück gehört das nicht zu jedem Studentenalltag dazu. Denn die persönlichen Freiheiten und Sicherheiten, die für Berufstätige sehr wichtig sind, lassen sich mit einem berufsbegleitenden Studium oft ganz einfach unter einen Hut bringen.

Online zum IT-Spezialisten werden

Die berufsbegleitenden Bachelor- und Masterstudiengänge in Wirtschaftsinformatik von oncampus finden zu 80% online statt. Außer einiger Präsenz-Klausuren gibt es keine Anwesenheitspflicht – gelernt wird ganz individuell dann, wann und dort, wo es am besten in den Alltag passt. Denn die Lernzeiten und der Lernort lassen sich flexibel an die Berufs- und Lebenssituation jedes einzelnen Studierenden anpassen. Ob morgens vor der Arbeit im Coworking-Café um die Ecke oder abends nach Feierabend gemütlich in der eigenen Wohnung studieren und ganz egal, ob du in Lübeck, Berlin oder außerhalb von Deutschland lebst – Flexibilität und Selbstbestimmung stehen beim Online-Studium ganz weit oben. So ist auch die Verbindung mit Beruf, Familie und Hobbys  einfach. Das Online-Studium kann entweder Vollzeit mit einem Arbeitsumfang von etwa 40 Wochenstunden oder aber in ganz individuellen Teilzeit-Modellen absolviert werden.

Natürlich sind die Strukturen eines Online-Studiums oft erst einmal ungewohnt – von Schule und klassischer Universität kennen die meisten einen ganz anderen Lernrhythmus. Feste Kurszeiten, Präsenzpflicht und dicke Lehrbücher aus der Bibliothek sucht man im Online-Studium allerdings vergeblich. Das war auch für Timo, der seinen Online-Master über oncampus an der FH Kiel absolviert hat, zunächst eine neue Erfahrung: „Natürlich ist so ein Online-Studium etwas ganz anderes, als jeden Tag in der Hochschule im Hörsaal zu sitzen. Man muss sich selbst organisieren, sich selbst motivieren und bestimmt auch mal den inneren Schweinehund überwinden.“

Denn ein Höchstmaß an Flexibilität  erfordert auch ein gutes Organisationstalent der Studierenden. Doch genau das ist es, was das Studium für Timo ausgemacht hat: „Du kannst so lernen, wie es am besten zu Dir passt. Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Das Wissen um die eigene Stärke, um das eigene Potenzial, das ist unbezahlbar.“

Bachelor, Master oder beides?

Der Bachelor

Der Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik vermittelt Studierenden das notwendige Know-how, um mit wirtschaftlichem Blick und technischem Verständnis die Herausforderungen der Digitalisierung angehen zu können. Der Fokus liegt dabei auf fachübergreifenden Kompetenzen, denn insbesondere auf das Brückenschlagen kommt es bei der Wirtschaftsinformatik an: zwischen Theorie und Praxis, zwischen Wirtschaft und Informatik sowie zwischen Unternehmen und digitaler Welt. Das Bachelor-Studium von oncampus ist modular aufgebaut und kann als Vollzeit-Studium in drei Jahren absolviert werden.

In den ersten Semestern lernst Du die Grundlagen der beiden Branchen kennen. Mathematik, Programmierung, Betriebswirtschaftslehre und Rechnernetze stehen ebenso auf dem Modulplan wie Projektmanagement, Mensch-Computer-Kommunikation oder Softwaretechnik. Im vierten und fünften Semester geht es dann tiefer in die praktische Arbeit – in eigenen Projekten wird das theoretische Wissen umgesetzt.

Außerdem kannst Du Dich im fünften Semester bereits mit einem Wahlpflichtfach auf Deinen persönlichen Themenschwerpunkt spezialisieren. Ob Controlling, IT-Sicherheit oder Marketing – die Bereiche sind vielseitig und decken unterschiedlichste Branchen ab. Das Bachelor-Studium endet mit einer Projektphase im sechsten Semester sowie einer Bachelorarbeit und dem dazugehörigen Kolloquium.

Deine beruflichen Möglichkeiten nach dem Studium ebenso vielfältig wie die Studieninhalte selbst. Mit Deinen interdisziplinären Kompetenzen und dem breiten fachlichen Aufgabenspektrum warten vor allem Unternehmensbereiche mit hohem IT-Bezug auf Dich. Softwareentwicklung, Consulting oder IT-Projekte in Industrieunternehmen – der Arbeitsmarkt ist riesig. Ein weiterer Vorteil ist, dass IT-Stellen häufig gut bezahlt sind und die eigene Zukunft finanziell sichern.

Der Master

Wer bereits einen Studienabschluss in der Tasche hat und schon seit mindestens einem Jahr einen Beruf in seiner Branche ausübt, für den ist ein berufsbegleitendes Masterstudium eine gute Option, um das bisherige Fachwissen auszuweiten. Wie auch der Bachelor findet der oncampus Master in Wirtschaftsinformatik zu 80% online statt und bietet damit dieselben Vorteile bezüglich Flexibilität und Vereinbarkeit mit Job, Familie und Hobbys. Während der Bachelor vor allem die grundlegenden Kenntnisse von Wirtschaft und Informatik vermittelt, wird dieses Wissen im Masterstudium noch viel weiter vertieft. In vier Semestern, die Vollzeit in zwei Jahren absolviert werden können, bekommst Du Einblicke in weitere Bereiche, in denen Wirtschaftsinformatik-Know-how dringend gebraucht wird.

Die Inhalte des Masterstudiums erstrecken sich über Bereiche wie Mitarbeiterführung, Wirtschafts- und IT-Recht oder Business Process Management. Du lernst, Lösungen aus einer strategischen und unternehmerischen Perspektive zu entwickeln und wirst zum Beispiel auf eine Tätigkeit als Berater oder Unternehmer in der IT-Branche vorbereitet. Auch Führungspositionen sind nach erfolgreichem Beenden des Studiums möglich. Mit Studieninhalten wie Management Ethics und Social Media Management werden außerdem vor allem die modernen Bereiche im Web thematisiert und ermöglichen somit auch den Einstieg in die Welt von Social Media und Marketing.

Selbstlernkurse – das „Mini-Studium“ der Wirtschaftsinformatik

Wer nicht gleich ein vollwertiges Studium absolvieren will, sondern auf der Suche nach Weiterbildungsmöglichkeiten in einzelnen Themenbereichen der Wirtschaftsinformatik ist, der wird bei den oncampus Selbstlernkursen fündig. Die Kurse decken einzelne Module der Wirtschaftsinformatik-Studiengänge ab und vermitteln so ganz spezifisches Fachwissen. Gegen eine Gebühr von 50€ erhältst Du sechst Monate lang Zugang zum Kurs und Zugriff auf alle Unterlagen. Und wie auch bei den berufsbegleitenden Studiengängen wird die Flexibilität bei den Kursen groß geschrieben: Sie finden zu 100% online statt und können im ganz persönlichen Tempo absolviert werden. Nach erfolgreichem Abschluss gibt es ein Zertifikat von oncampus.

Welcher Selbstlernkurs am besten zu Dir passt, entscheidest Du je nach Deinen persönlichen Anforderungen. Du wünschst Dir grundlegende Kenntnisse in Informatik und willst lernen, informationstechnische Methoden einzusetzen? Dann bist Du bei der „Einführung Informatik“ richtig. Du fängst bald eine Führungsposition an und möchtest genau wissen, worauf es bei der Arbeit als Teamleader ankommt? Der Selbstlernkurs „Mitarbeiterführung“ deckt vom Erlernen der Führung über Mitarbeiterentwicklung und -auswahl bis hin zu Motivation, Kommunikation und Konfliktmanagement alles ab. Insgesamt sechs Selbstlernkurse stehen im Bereich der Wirtschaftsinformatik zur Verfügung, neben den bereits genannten sind das „IT-Recht“, „Business Process Management“, „Wirtschaftsrecht“ und „Social Media Management“.

Weiterbildung absolviert – und nun?

Gründe für ein Studium der Wirtschaftsinformatik gibt es im digitalen Zeitalter unzählige.

Für die oncampus Studentin Kathrin ging es vor allem darum, „einen Hintergrund vom Programmieren zu bekommen, also selbst auch mal programmiert zu haben, um die Fallstricke festzustellen“. Auch diejenigen, denen die reine Betriebswirtschaftslehre zu allgemein ist, können sich mit Wirtschaftsinformatik gut im großen Pool der BWL-Studierenden abheben. Aber wohin geht es nun ganz konkret, wenn Bachelor, Master oder Selbstlernkurse abgehakt sind und der perfekte Job irgendwo auf dem Arbeitsmarkt wartet?

Als Wirtschaftsinformatiker gibt es nicht den einen Beruf, der nach dem Studium auf Dich wartet. Viel mehr darfst Du Dich frei machen von dem Gedanken, in eine feste Schiene passen zu müssen. Denn – und das ist einer der Reize eines solchen Studiums – die Zukunftsperspektiven sind unglaublich vielseitig und fangen bei Softwareentwicklung und IT-Beratung gerade erst an. Das Magazin Business Insider beschrieb im vergangenen Jahr 19 Jobs, die wohl zu den gefragtesten Berufen der Zukunft gehören werden. Die Auflistung macht deutlich, dass der Fortschritt in der Computertechnologie viele neue Berufsfelder ganz aktuell auf den Markt gebracht hat, die in den letzten Jahren eher nebenbei von IT-Allroundern mit abgedeckt wurden. Je weiter die Digitalisierung voranschreitet, desto mehr spezialisierte Fachkräfte werden in der Branche gesucht – und das nicht nur in der freien Wirtschaft, sondern zum Beispiel auch in der Kreativbranche und vielen weiteren Berufsfeldern.

Artist oder doch lieber Security?

Ein Beruf, der sich ganz frisch entwickelt hat, ist der des „Data Artist“ oder „Data Visualizer“. Mit Big Data als einem der wichtigsten Zukunftsthemen steigt das Interesse an Fachkräften, die mit der riesigen Menge an Daten perfekt umgehen können. Wer als Data Artist tätig ist, arbeitet mit den Big-Data-Beständen und visualisiert die Informationen dieser Daten ganz anschaulich, zum Beispiel in Infografiken. Ein Beruf, der neben analytischem Sachverstand ein hohes Maß an Kreativität erfordert. Ähnlich ist das bei Webdesignern. Der Webauftritt ist ein zentraler Marketing-Baustein eines Unternehmens. Ist er langweilig, altmodisch oder voller Fehler, ist die erfolgreiche Ansprache neuer Kunden nur schwer möglich. Als Webdesigner liegt die Verantwortung für perfekte Gestaltung, inhaltliche Konzeption und Umsetzung der Seite in den eigenen Händen – Kreativität und technisches Verständnis unbedingt erforderlich. Denn wie ein Unternehmen wirkt und bei Kunden ankommt, das entscheidet oft schon der erste (digitale) Eindruck.

Wer weniger gestaltend arbeiten möchte, für den könnte das Berufsfeld eines Security Specialist interessant sein. Denn je digitaler Unternehmen aufgestellt sind, desto wichtiger ist es, sie vor fremden IT-Angriffen zu schützen. Ein Security Specialist spürt akute Lücken in Netzwerken und Systemen eines Unternehmens auf und hilft dabei, diese zu beheben. Nur so können digitale Prozesse wie beispielsweise das Online-Banking sicher durchgeführt werden.

Der Weg in Deine Zukunft

Das Studium der Wirtschaftsinformatik kann unzählige Karrieretüren öffnen. Wie es scheint werden sich in den nächsten Jahrzehnten noch viele weitere Berufsfelder öffnen, an die heute vielleicht noch gar niemand denkt. Ob als Selbstlernkurs zur Vertiefung des eigenen Fachwissens oder als vollwertiges Studium – mit einer Weiterbildung im Bereich der Wirtschaftsinformatik ist man eindeutig auf der sicheren Seite, wenn es um vielfältige und spannende Zukunftsperspektiven am Zahn der Zeit geht. Falls Du noch nicht sicher bist, ob ein Online-Studium für Dich das Richtige ist, kannst Du unser Wirtschaftsinformatik-Studium in einem einwöchigem Schnupperstudium testen – kostenlos und ohne Zugangsvoraussetzungen. Und wenn Du noch mehr Informationen zu unseren Kursen und Studiengängen suchst, dann wirst du hier fündig.

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