Mitarbeiterführung: Fit für deine Führungsaufgabe

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Mitarbeiterführung ist eine bedeutsame und verantwortungsvolle Aufgabe in jedem Unternehmen. Wer kompetent führt, schafft es, die tagtäglichen Herausforderungen, die heutzutage vor allem durch den demographischen und digitalen Wandel entstehen, zu meistern und mit seinem Team die gewünschten Leistungen und gemeinsamen Ziele zu erreichen. Seine Mitarbeiter zu führen, ist eine Fähigkeit, die jeder erlernen kann. Unser Selbstlernkurs „Mitarbeiterführung“ vermittelt dir dafür alle notwendigen Kenntnisse. Mit unserem Artikel bekommst du jetzt schon einen Überblick über das Thema und ein paar wertvolle Tipps im Umgang mit deinen Mitarbeitern.

Was ist Führung?

Führung begegnet uns nicht nur bei der Arbeit. Führung ist alltäglich und allgegenwärtig. Überall, wo Menschen miteinander zu tun haben, wird geführt: Kinder werden von ihren Eltern und Lehrern erzogen, Sportler von ihrem Coach trainiert und Parteimitglieder von Parteivorsitzenden geleitet. Alle Arten von Führung haben den gleichen Zweck. Die Führenden beeinflussen die Geführten bewusst, um deren Handlungen in eine bestimme Richtung zu steuern und am Ende ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

„Führung ist eine gewollte und zielgerichtete Aktivität. Die Klarheit über die angestrebten Ziele und die Initiative, auf ihre Erreichung hinzuwirken, sind notwendige Voraussetzungen für Führung. Führung ist damit eine aktive, bewusste Tätigkeit; sie kann nicht ohne Initiative und Bewusstsein „passieren“.“

Professor Dr. Achim Michalke

In der gemeinsamen Zielerreichung liegt die Notwendigkeit von guter Führung. Das oberste Ziel von Unternehmen ist der wirtschaftliche Erfolg auf einem bestimmten Geschäftsfeld. Hierfür müssen alle Mitarbeiter – egal ob diese im Management, in der Personalabteilung oder im Marketing arbeiten – an einem Strang ziehen. Priorität hat für die meisten Mitarbeiter allerdings nicht das unternehmerische Ziel der Gewinnmaximierung.

Primär sind Mitarbeiter eher an der Erfüllung ihrer persönlichen Ziele und Bedürfnisse interessiert. Diese sind vor allem materielle Absicherung, soziale Integration und Selbstverwirklichung durch Vertrauen, Verantwortung, Weiterbildung und Perspektiven. Hier gilt es als Führungskraft Ziele zu koordinieren und Mitarbeitern durch Erfüllung ihrer persönlichen Ziele Anreize zu schaffen, motiviert und produktiv für das Unternehmensziel zu arbeiten. Für die Umsetzung der Führungsaufgaben können verschiedene Führungsstile eingesetzt werden.

Welcher Führungsstil ist der richtige?

Unter Führungsstil kann die Art und Weise verstanden werden, wie sich der Chef den Mitarbeitern gegenüber verhält. Die Stile nach Tannenbaum sind weit verbreitet: Vom autoritären Führungsstil mit einem großen Entscheidungsspielraum des Vorgesetzten über patriarchisch, informierend, beratend, kooperativ, partizipativ bis hin zum demokratischen Führungsstil mit einem großen Entscheidungsspielraum der Mitarbeiter. Dies sind allerdings idealtypische Führungsstile.

In der Realität vermischen sich diese Formen der Führung. Welche Verhaltensmuster eine Führungskraft zur Ausübung ihrer Führungstätigkeiten entwickelt, ist abhängig von ihren persönlichen Eigenschaften. Die perfekte Führungskraft, die keine Fehler macht, gibt es nicht. Der bewusste Erwerb von Führungskompetenzen und die kontinuierliche Selbstreflexion des eigenen Führungsverhaltens helfen Führungskräften dabei, einen eigenen Führungsstil auszuprägen. Führen können theoretisch alle, die die nötigen Fach-, Methoden-, und Sozialkompetenzen mitbringen und sich hinsichtlich dieser Kompetenzen mit der Zeit weiterbilden. Praktisch sieht es allerdings anders aus.

Frauen in Führungspositionen

Das männliche, durchsetzungsstarke und autoritäre Alphatier ist ein veraltetes, dennoch nach wie vor verbreitetes Bild vom Chef. Frauen stehen meist hinten an. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte 2011 die Statistik Anteil von Frauen an Führungskräften in Deutschland 1996 und 2010. Diese Forschung zeigt, dass der Anteil weiblicher Führungskräfte im Jahr 2010 auf 27,7% gestiegen ist. Die Frauenquote in Führungspositionen steigt zwar, aber recht schleppend. Frauen sind insbesondere in wirtschaftlichen Unternehmen in den Führungspositionen unterrepräsentiert.

Eine Umfrage des Manager Magazins unter Führungskräften zu den Gründen für eine niedrige Frauenquote in Führungspositionen ergab, dass 73% die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie als stärksten Grund sehen. Am zweithäufigsten wurde mit 54% die fehlende Flexibilität der Arbeitgeber genannt. 32% gaben mangelnde Motivation der Frauen an und jeweils 25% nannten Diskriminierung und fehlende Vorbilder als Grund.

Dass es auch anders geht, zeigen Frauen wie unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel, der „Girlboss“ Sophia Amoruso, die amerikanische Selfmade-Unternehmerin, die 2016 vom Forbes Magazine zu eine der reichsten Frauen Amerikas ernannt wurde oder auch Sarah Al Suhaimi, die seit Februar 2017 die milliardenschwere Börse in Riad, Saudi-Arabien, leitet.

Soft Skill: Sozialkompetenz

Sowohl Männer, als auch Frauen müssen natürlich das nötige Fach- und Methodenwissen mitbringen, um ein Unternehmen zu leiten. Aber: Der Fokus von Führungsaufgaben liegt mittlerweile am stärksten auf der Mitarbeiterorientierung. Von 665 Entscheidern (sowohl Arbeitgeber, als auch Arbeitnehmer), die am Hays HR  Report 2014/2015 Schwerpunkt Führung teilgenommen haben, geben 78% an, dass die Sozialkompetenz, die wichtigste Führungskompetenz sei. Weit dahinter steht an zweiter Stelle die Methodenkompetenz mit 14% und an dritter Stelle die Fachkompetenz mit 7%.

Soziale Kompetenz ist breit gefächert. Sie enthält viele Eigenschaften, die den Führenden dazu befähigen, empathisch, respektvoll und fair mit den Geführten umzugehen. Wer darüber hinaus selbstbewusst auftritt und Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit beweist, der hat schon eine recht gut ausgeprägte Sozialkompetenz. Und das Gute ist, jeder kann sie fördern, denn mit sozialer Kompetenz wird man nicht geboren. Durch soziales Miteinander entwickelt sie sich und kann daher stetig erweitert werden.

Neben dem Fokus auf Mitarbeiterorientierung durch Sozialkompetenz, ist es auch wichtig, einen Fokus auf die aktuellen Herausforderungen der Arbeitswelt zu legen und für diese Lösungen zu finden, damit alle Mitarbeiter als starkes Team zusammenarbeiten.

Herausforderungen: Demographie, neue Werte & Digitalisierung

Seit 1971 übersteigt die Anzahl der Sterbefälle die Anzahl der Neugeborenen und das mit wachsendem Umfang. Der demographische Wandel macht der Arbeitswelt zu schaffen: Der Renteneinstieg verschiebt sich und die Belegschaft wird immer älter. Führungskräfte müssen auf ein altersgerechtes Arbeitsumfeld achten, um die Gesundheit und Berufsfähigkeit der älteren Mitarbeiter zu erhalten und sie darüber hinaus zu motivieren. Das beinhaltet unter anderem die entsprechende Arbeitsverteilung und Maßnahmen für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz.

Außerdem müssen qualifizierte Arbeitskräfte rekrutiert werden. Die Generation Y hat hohe Ansprüche und dabei eine sehr gute Verhandlungsposition. Bei einer Umfrage im Jahr 2015 zur angestrebten Jobposition gaben 26% der Generation Y an, lediglich die Team- oder Projektleitung übernehmen zu wollen. Nur 20% streben noch die Geschäftsführung an. Die eigene Work-Life-Balance ist für viele junge Mitarbeiter mittlerweile wichtiger als die Karriere. Es müssen Anreize wie flexiblere Arbeitszeitmodelle geschaffen werden, die sich an die Bedürfnisse der Generation Y anpassen.

Hinzu kommt die Herausforderungen durch die Digitalisierung: Neue Informations- und Kommunikationstechnologien verändern die Arbeitswelt. Insbesondere generationsübergreifend kann genau das zu Problemen führen. Während sich junge Mitarbeiter als „digital Natives“ mit den neuesten technologischen Trends auskennen und diese auch gerne nutzen, haben ältere Mitarbeiter häufig Schwierigkeiten damit.

Eine Lösung für alle Herausforderungen sind in jedem Fall generationsübergreifende Teams. Während die älteren Mitarbeiter den jungen Kollegen Fachwissen und Leistungsorientierung vermitteln kann, können die digital Natives die ältere Belegschaft entlasten und ihnen bei digitalen Schwierigkeiten mit Wissen zur Seite stehen.

Außerdem müssen qualifizierte Arbeitskräfte rekrutiert werden. Die Generation Y hat hohe Ansprüche und dabei eine sehr gute Verhandlungsposition. Bei einer Umfrage im Jahr 2015 zur angestrebten Jobposition gaben 26% der Generation Y an, lediglich die Team- oder Projektleitung übernehmen zu wollen. Nur 20% streben noch die Geschäftsführung an. Eine sehr gute Work-Life-Balance ist für viele junge Mitarbeiter mittlerweile wichtiger als die Karriere. Es müssen Anreize wie flexiblere Arbeitszeitmodelle geschaffen werden, die sich an die Bedürfnisse der Generation Y anpassen.

Fazit: Führen kann jeder lernen!

Führung begegnet uns überall auf der Welt und ist notwendig, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen und zusammen die besten Leistungen zu erbringen. Dabei gibt es keinen idealen Führungstyp. Auch der Chef darf Fehler machen! Dennoch gilt es ein paar grundlegende Fähigkeiten zu studieren, um sich mit der Zeit eine grundlegende Kompetenz anzueignen, die jeder durch eigene Charaktereigenschaften zu seinem eigenen Führungsstil ausprägen kann. Das Beste dabei ist: Jeder kann Mitarbeiterführung lernen. Auch du!

Selbstlernkurs Mitarbeiterführung

Unser Selbstlernkurs „Mitarbeiterführung“ macht dich fit für deine Führungsaufgabe. Unser Autor Prof. Dr. Achim Michalke gibt dir das nötige Knowhow und die besten Tipps mit auf den Weg, damit du deine Mitarbeiter in Zukunft kompetent und souverän führen kannst. In den ersten beiden Kapiteln werden dir die Grundlagen der Führung vermittelt. Du erfährst, was Führung überhaupt ist und wie sie auch unser gesellschaftliches Leben tagtäglich beeinflusst. Das dritte Kapitel stellt die Notwendigkeit einer guten Führung heraus. Hier werden dir insbesondere operative und mentale  Führungsaufgaben vermittelt.

Im Zuge der operativen Führungsaufgaben erlernst du typische Aufgaben wie Informationsweitergabe und Planung, aber auch die Kompetenz, Entscheidungen zu treffen. Im Zuge der mentalen Führungsaufgaben lernst du unter anderem, wie du Ziele setzt, sie priorisierst, deine Aufgaben vollendest und anderen ein Vorbild bist. Im vierten Kapitel werden dir verschiedene Führungsstile näher erläutert. Abschließend werden dir im fünften Kapitel neue Aspekte der Mitarbeiterführung vorgestellt. Hierzu zählen, wertorientierte Führung sowie Zukunftsaspekte.

Durch die Bearbeitung der Kapitel lernst du verschiedene Führungswerkzeuge und deren situationsgerechte Anwendung kennen. Zudem werden dir arbeitsrechtliche Grundlagen für Führungskräfte und ethische sowie soziale Aspekte von Führung vermittelt. Bei erfolgreichem Abschluss des Kurses erhältst du ein Weiterbildungszertifikat.

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