22places: Jenny und Basti über ihren Reiseblog, fotografieren und Träume leben

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Als Weltenbummler Geld verdienen – Jackpot dachten sich Sebastian und Jenny. Seit 2015 führen sie den Reiseblog 22places und vereinen seitdem ihre zwei größten Leidenschaften – das Reisen und die Fotografie – zu einem Beruf. Als Reiseblogger berichten sie auf ihrem Blog über Orte der ganzen Welt. Dabei ist ihre Liebe zur Fotografie unverkennbar. Ihr Blog ist gespickt mit tollen Fotos, vielen Insidertipps, Hotelempfehlungen, Airline-Checks, Packlisten und den besten Tipps für eine gute Fotoausrüstung auf Reisen. Zudem teilen sie ihre jahrelange Erfahrung in der Fotografie durch einen Online – Fotokurs mit ihren Lesern. In diesem Artikel lernt ihr Basti, Jenny und ihren gemeinsamen Reiseblog 22places, ihre Liebe zum fotografieren sowie den Beruf Reiseblogger näher kennen.

Überblick 22places

Für immer Reisen. Für viele Menschen ist das ein Traum, der nie verwirklicht wird. Wie soll das denn auch funktionieren? Man ist schließlich gebunden. Beruflich durch das Studium oder den Job, privat durch Partner/in, Familie und Freunde. Alle Verpflichtungen aufgeben, den Rucksack packen und um die Welt reisen ohne Pflichten und ohne Arbeit. Für viele klingt das befremdlich. 365 Tage im Jahr Urlaub und im besten Fall nur von Sonne, Luft und Liebe leben, hört sich wiederum toll an.

Aber ist das alles wirklich so? Lässt man mit einem Reiseblog alle Verpflichtungen hinter sich? Macht man nur noch Urlaub und den ganzen Tag nur schöne Fotos? Arbeitet man gar nicht mehr, sondern lässt sich alles gegen Werbung auf dem Blog finanzieren? Wie sieht der Beruf Reiseblogger tatsächlich aus? Basti und Jenny von 22places haben’s uns erzählt.

Mit ihrem Reiseblog 22places zum Traumjob: Jenny und Basti im Interview

Mit 22places habt ihr eure Leidenschaft und Liebe für das Reisen und die Fotografie vereint und könnt mittlerweile gut davon leben. Wie schwierig war der Start?

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22places: Aussicht von Marina Bay Sands, Singapur

Uns war immer bewusst,  dass wir nicht von Anfang an davon leben können. Wir haben uns deshalb ein ganzes Jahr Zeit genommen, um unseren Blog 22places aufzubauen. In dieser Zeit haben wir nebenbei noch als Freelancer gearbeitet und die restliche Zeit komplett in den Aufbau unseres Blogs gesteckt. Erst danach, haben wir mit gepackten Rucksäcken unsere Wahlheimat Berlin verlassen.

Nach einem Jahr konnten wir dann davon leben, natürlich zu Beginn noch nicht besonders komfortabel. Das ist mittlerweile natürlich anders, sonst würden wir ja etwas falsch machen. Ein Blog – Business aufzubauen ist auf alle Fälle verdammt viel Arbeit und man braucht eine ganze Menge Durchhaltevermögen.

Wenn es dann aber mal läuft, ist es ein wunderbarer Beruf. Wie das genau funktioniert und womit wir unser Geld verdienen, haben wir in einem ausführlichen Artikel über den Beruf Reiseblogger aufgeschrieben.

Euer Lebensstil sieht auf den ersten Blick nach Sommer, Relaxen und Fun aus. Sicherlich steckt aber auch viel Arbeit in eurem Blog. Wie ist euer Zeitmanagement? Wie findet ihr Zeit für euch selbst?

Wir arbeiten tatsächlich deutlich mehr, als vorher in unseren „normalen“ Berufen. Wir arbeiten täglich an unserem Blog und das 7 Tage die Woche. Es fühlt sich aber trotzdem einfach gut an, weil wir es für uns tun und wir an unserem eigenen Projekt arbeiten. Da kommen aber gut und gerne schon mal 50-70 Stunden die Woche zusammen.

Zeitmanagement ist tatsächlich eine Herausforderung und unsere ToDo-Liste wird ständig länger anstatt kürzer. Richtig Urlaub gemacht haben wir seit unserem Blog-Start eigentlich gar nicht mehr. Einfach mal am Strand liegen und abschalten ist aber auch nicht wirklich unser Ding, also ist das auch ok.

Ihr arbeitet und lebt 365 Tage im Jahr zusammen. Bei so viel Nähe treten sicherlich auch Konflikte auf, sei es auf privater oder beruflicher Ebene. Wie geht ihr damit um?

Wir sind beide ziemlich entspannt und streiten tatsächlich relativ wenig. Und wenn Jenny mal ein bisschen Ruhe braucht, hat sie ganz tolle Noise Cancelling Kopfhörer, mit denen sie Basti nicht mehr hört. 🙂 Eigentlich ist die Antwort darauf aber ganz einfach: Wir können uns nichts Schöneres vorstellen als weiterhin zusammen 365 Tage im Jahr auf der ganzen Welt zuhause zu sein. Da wäre es doch blöd, wenn wir uns ständig streiten würden, oder? Eben!

22places Reiseblog
22places in Bagan, Myanmar

In eurem Onlinekurs zur Fotografie zeigt ihr, wie ganz einfach herausragende Fotos gemacht werden können. Ein Onlinekurs, der Spaß macht. Wie schwierig ist es aufgrund der erforderlichen Professionalität, die das eigene Business mit sich bringt, die Leichtigkeit und Unbeschwertheit für sein Herzensthema nicht zu verlieren?  Habt ihr Tipps?

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22places Fotokurs

 

Die Frage stellt sich für uns eigentlich gar nicht. Wir machen das, was wir tun, aus voller Überzeugung und vor allem brennen wir dafür. Leichtigkeit und Professionalität sind für uns die perfekte Kombination, um erfolgreich sein zu können. Oder sagen wir es so: Eben durch unsere Leichtigkeit, Dinge auf unsere ganz eigene Art und Weise anzugehen, sind wir so erfolgreich.

Fotografie ist auch deine Leidenschaft, aber du brauchst noch ein paar Tipps? Hier geht es zum Fotokurs der beiden.

Euer Name 22places ist entstanden, weil ihr euch das Ziel gesetzt hattet, eine Liste mit euren schönsten 22 Orten der Welt zu erstellen. Die Liste ist mittlerweile gefüllt – wie geht es mit 22places weiter? Was sind eure Pläne für 2018?

Unsere 22places Liste ist ja immer nur für den Moment. Wenn wir an einen Ort reisen, der uns begeistert, kommt er mit auf die Liste und dafür fällt ein anderer hinten raus. Mitte Februar verlassen wir Thailand und fliegen für die ITB, die größte Tourismusmesse der Welt in Berlin, zurück nach Deutschland. Feste Ziele für dieses Jahr sind Singapur, Australien, Mallorca und New York. Im Sommer möchten wir dieses Jahr auch endlich mal wieder mehr Zeit in Berlin verbringen, nachdem wir in den letzten Jahren immer nur eine Woche lang für die ITB zurückgekommen sind.

Herzlichen Dank für das Interview und gute Reise!


Über Jenny und Sebastian

Sebastian Ritter (*1983) und Jenny Mitscher (*1986) führen seit 2015 gemeinsam den Reiseblog 22places und beschreiben sich selbst als „Weltenbummler, Blogger, Reisefotografen und Sonnenkinder“, die ihre Liebe zum Reisen und zur Fotografie zum Beruf gemacht haben.

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22places im Interview

Sebastian kommt aus Erfurt und hat Betriebswirtschaftslehre in Bayreuth und Nürnberg studiert. Nach seinem Studium arbeitete er ein paar Jahre als Konzepter und Projektleiter in einer Online-Agentur und in einem Berliner Start-Up.

Jenny ist in Traben-Trachbach an der Mosel aufgewachsen. Nach ihrem Abitur lebte sie ein Jahr in New York und ein halbes Jahr in Budapest. Für ihr Bachelorstudium in International Tourism Management and Consultancy zog sie für drei Jahre nach Breda, Niederlande. Anschließend zog sie zurück nach Deutschland, um in der Nähe von Berlin ihr Masterstudium in Nachhaltigem Tourismus Management zu absolvieren. Während ihres Studiums arbeitete sie im Marketing verschiedener Start-Up-Unternehmen in Berlin.

I love Mondays: Arbeit, die du liebst und Freiheit, die du lebst
  • Tim Chimoy
  • Herausgeber: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Taschenbuch: 158 Seiten

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Mehr über Extremsport aus Passion: Oncampus meets Wolfgang Kulow
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