Online-Studium: Mit Ehrgeiz zu neuen Karrierezielen

online studium

Ein großer Campus und Pausen in der Mensa, volle Hörsäle und teilweise hunderte Kommilitoninnen und Kommilitonen. Man lernt gemeinsam für Klausuren, bereitet Präsentationen vor, geht nach den Kursen vielleicht noch ein Bier in der Campus-Kneipe trinken. Wer ans Studieren denkt, der hat häufig ein recht klassisches Bild vor Augen. Vielleicht geht dir das ganz genauso. Doch der Trend geht weg vom Präsenz-Studium: viele Expertinnen und Experten sind der Ansicht, dass die Zukunft im Online-Studium liegt.

Überblick

In den vergangenen Jahren ist das Angebot an digitalen Studienangeboten stetig gestiegen, vor allem für diejenigen, die bereits im Berufsleben stehen oder schon eine Familie haben, ist das eine große Chance. Studiengänge mit großen Praxisanteilen wie Medizin oder Kunst können zwar nicht online absolviert werden, insbesondere Fächer mit wirtschaftlichen und technischen Schwerpunkten wie Informatik oder Volkswirtschaftslehre eignen sich dagegen optimal.

Die Möglichkeit zum Online-Studium eröffnet heutzutage ganz neue Türen für die persönliche Aus- oder Weiterbildung und stellt Studieninteressierte bei der Studienwahl vor zwei grundlegende Fragen: Welcher Studiengang passt zu mir und meinen Vorstellung? Und: will ich lieber ein klassisches Präsenzstudium, oder passt ein Online-Studium viel besser?

Weiterbildung liegt voll im Trend

Mit virtueller Einkaufsliste auf dem Smartphone im Supermarkt stehen, per Click Geld überweisen, das eigene Zuhause komplett über Smart-Home-Technologien steuern – keine Frage, die Digitalisierung hat für einen grundlegenden Wandel in unserem Alltag gesorgt.

Kein Wunder also, dass auch das Studieren mit der Zeit geht und es immer mehr Möglichkeiten gibt, sich online weiterzubilden und per Fernstudium seinen Abschluss zu machen. Der Trend zeigt, dass sich jedes Jahr mehr Studierende für ein digitales Online-Studium entscheiden, Tendenz steigend.

Das kann sicherlich auch damit begründet werden, wie hoch das Streben nach einer Weiterbildung ist: eine repräsentative Forsa-Umfrage zum „Wert der Weiterbildung“ von 2016 hat ergeben, dass zwei von drei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland Lust auf eine Weiterbildung haben. Zwar geht es dabei nicht nur um das Interesse an akademischen Studiengängen, sondern allgemein um persönliche Fortbildung, es wird jedoch deutlich, wie stark das Bewusstsein für die berufliche Weiterentwicklung bei uns ausgeprägt ist.

Aber für wen sind die digitalen Weiterbildungen eigentlich so interessant? Für frisch gebackene Abiturientinnen und Abiturienten? Nicht ausgeschlossen, aber sie sind nicht die Hauptzielgruppe. Online-Studiengänge sprechen viel mehr diejenigen an, die bereits im Berufsleben stehen.

Ob nach der Ausbildung eine Übernahme im Betrieb oder die Trainee-Stelle im präferierten Unternehmen nach dem Bachelor-Studium winkt – für viele Absolventinnen und Absolventen lohnt es sich, zunächst einmal direkt in den Job zu starten. Denn finanzielle Sicherheit und praktische Berufserfahrung gehören vor allem für Studierende in klassischen Präsenz-Studiengängen häufig nicht zum Alltag.

Die Zielgruppe des Online-Studiums

Schon in der Schule heißt es, man lernt sein Leben lang, nicht nur bis zum Schulabschluss. Während das für Kinder oft noch schwer vorstellbar ist, wird das lebenslange Lernen mit zunehmendem Alter immer selbstverständlicher. Es geht darum, den Anschluss im Job nicht zu verlieren, selbst auf dem neusten Stand zu bleiben, oder auch die nötigen Skills für die nächste Stufe auf der Karriereleiter zu erwerben. Du willst dich im Job weiterentwickeln? Dann gilt es, wissenstechnisch nicht auf der Stelle zu treten.

Genau dieser Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung war es auch, der Niels Oldenburg zu seinem Online-Studium motiviert hat: „Also ich hab‘ schon einen Diplom-Abschluss in BWL und habe dann aber, nachdem ich berufstätig geworden bin und angefangen habe zu arbeiten, gemerkt, das ist nicht das, was ich mein Leben lang machen möchte.“

Aus dieser Erkenntnis heraus hat Niels sich entschlossen, über oncampus an der Fachhochschule Lübeck Medieninformatik als berufsbegleitendes Online-Studium zu absolvieren. Sein Ziel? Nach dem Studium als Programmierer zu arbeiten.

Insbesondere in der Altersgruppe der unter 35-Jährigen möchten sich laut Forsa ganze 72 Prozent noch mehr weiterbilden. Dafür in der Freizeit, am Wochenende oder vielleicht sogar im Urlaub pauken? Für Viele überhaupt kein Problem. Diese Bereitschaft ist ein großer Vorteil, denn darauf ist ein modernes, berufsbegleitendes Online-Studium ausgelegt. Du studierst genau so, wie es für dich und deine eigenen Bedürfnisse am besten passt – egal wo, egal wann.

Die Vorteile der digitalen Weiterbildung

Ein Online-Studium bringt unterschiedlichste Vorteile mit sich, der wohl größte liegt auf der Hand: die Flexibilität. Denn ganz gleich, wie dein Leben aussieht, ein digitales Studium ist genau darauf ausgelegt, mit allen Eventualitäten kombiniert zu werden.

Du hast einen Job, bei dem du jeden Monat oder vielleicht sogar jede Woche verreisen musst? Bei dir ist gerade erst der Nachwuchs zur Welt gekommen ist und nun geht es um die Vereinbarung von Familie, Job und Weiterbildung? Ein Online-Studium bietet weit mehr Unabhängigkeit und Raum für individuelle Bedürfnisse als das klassische Präsenzstudium.

Wenn du gerne früh aufstehst und schon Montagmorgen vor der Arbeit lernst, kannst du das genauso gut umsetzen, wie diejenigen, die das Studium eher auf die Abendstunden oder das Wochenende vertagen. Und auch, ob am heimischen Schreibtisch, im Lieblingscafé um die Ecke oder in Kuba am Strand – wo ein Internetzugang vorhanden ist, da kann auch gelernt werden.

Hauptsache, das verlangte Pensum wird erreicht. Aber auch dafür gibt es flexible Lösungen, denn Online-Studiengänge können, wie beispielsweise bei oncampus, entweder als Vollzeit- oder individuelles Teilzeit-Studium absolviert werden.

Ein weiterer, wichtiger Vorteil vom digitalen Studieren ist die finanzielle Sicherheit. Die ist bei einem Online-Studium weiterhin garantiert, der Beruf wird schließlich ganz regulär fortgeführt. Damit einhergehend bleibt auch der gewohnte Lebensstil erhalten, was für viele Berufstätige ein wichtiger Aspekt ist.

Vom Gedanken an nächtliche Kellner-Jobs und unzählige WG-Castings auf der Suche nach dem günstigsten Zimmer kannst du dich also beruhigt wieder verabschieden. Mit deinem Beruf finanzierst du dir die Weiterbildung und all das, was dir im Alltag wichtig ist – ob coole Wohnung, teures Hobby oder den Nachwuchs. Denn vor allem, wenn man tatsächlich bereits Familie hat, ist ein Vollzeit-Präsenzstudium aufgrund der finanziellen Einbuße oft gar nicht zu bewerkstelligen.

Auch Nicole Grieve hat sich zu einem Online-Studium in Medieninformatik an der FH Lübeck entschieden – mit Job und Familie. „Da das eben online läuft und ich mir meine Zeit total frei einteilen kann, klappt das ja schon seit fünf Semestern einigermaßen gut und erfolgreich. Ich würde sagen, das hätte ich mit einem Präsenzstudium niemals geschafft.“ Parallel zu ihrem Studium arbeitet Nicole beim NDR als Bildmischerin/Cutterin und schätzt sowohl den Austausch mit ihrem Team im Beruf als auch mit ihren Mitstudierenden, mit denen sie gut vernetzt ist.

Kein (Online-)Spaziergang

Neben den vielen Vorteilen, die ein Online-Studium bietet, ist eines trotzdem klar: von allein macht sich die berufsbegleitende Weiterbildung nicht. Denn wer bereits seit Jahren in einer verantwortungsvollen Position arbeitet, gerade das erste Kind bekommen hat oder den Hausbau plant, der steht meist vor ganz anderen Herausforderungen als junge Abiturientinnen und Abiturienten, die gerade in ihr Erststudium starten. Hinzu kommt, dass bei einem Online-Studium mehr Anonymität herrscht als auf dem klassischen Campus. Das spontane Bier nach der letzten Vorlesung oder die gemeinsame Vorbereitung im Arbeitsraum der Bibliothek wird natürlich schwieriger, wenn man daheim am Schreibtisch studiert.

„Ich glaube, das Wichtigste ist, dass man ein bisschen Kontinuität reinbringt. Ich hab mir direkt bei der Erstsemester-Begrüßung eine Lerngruppe gesucht“, erklärt Niels Oldenburg. Mit seinen beiden Kommilitonen hat er seit dem ersten Semester feste Zeiten zum Lernen vereinbart. Warum? Neben der intrinsischen Motivation, die er selbst für das Online-Studium mitgebracht hat, hat es Niels noch zusätzlich motiviert, dass seine Kommilitonen auf seine Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung bauen – und zwar ganz klassisch abseits des Internets.

In deinem Job arbeitest du im Schichtsystem oder wohnst zu weit außerhalb, sodass du dich nicht in persona mit Kommilitonen treffen kannst? Keine Sorge, du musst dennoch nicht fürchten, im Online-Studium komplett auf dich allein gestellt zu sein. Denn der Austausch mit anderen ist wichtig, das ist den Konzept-Entwicklern der Studiengänge klar. Deswegen gibt es viele Gelegenheiten, über moderne Kommunikationswege Kontakt zu Mitstudierenden oder Dozentinnen und Dozenten aufzunehmen und aufrechtzuerhalten – ob per Chat, Telefonat oder Video-Meeting.

Mit Selbstdisziplin zum Ziel

Die vielleicht größten Herausforderungen des Online-Studiums sind die nötige Selbstdisziplin und ein gutes Zeitmanagement. Denn ohne festgelegte Kurszeiten und mit einer ohnehin schon vollen Arbeitswoche kann es schnell passieren, dass der eigene Schweinehund im Weg steht, wenn man sich nach einem ganzen Arbeitstag eigentlich noch an den Schreibtisch setzen sollte.

Eine Erfahrung, die viele Fernstudierenden im Laufe ihres Online-Studiums machen – doch das muss nichts Schlechtes sein: „Ja, das geht schon an die Substanz, aber was man will und was man muss… bei mir ist es so, ich wollte das von Anfang an! Und wenn man etwas selbst richtig will und selbst richtig Gas gibt, dann ist es egal, ob man drei Wochen in der Sonne am Strand liegt oder ob man lieber sagt, ich nehme mir drei Wochen im Jahr und lerne dann“, erklärt Niels, für den das richtige Zeitmanagement im Studium das A und O war, um seine Ziele zu erreichen.

Wer trotz zeitlicher Mehrbelastung dran bleibt und das Studium abschließt, der wird für seinen Ehrgeiz und seine Disziplin belohnt – und zwar nicht nur mit einem akademischen Abschluss, der meist international anerkannt ist. Viele Arbeitgebende schätzen den Wunsch nach einer gezielten Weiterbildung und unterstützen ihre Angestellten häufig bei ihrem Vorhaben.

Denn klar ist: von den fachlichen Kenntnissen profitieren am Ende beide, vorausgesetzt, die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer bleibt im Unternehmen. Im Vordergrund steht für diejenigen, die sich zu einer Weiterbildung entscheiden, natürlich trotzdem die persönliche Entwicklung. Denn der Abschluss macht sich nicht nur gut im Lebenslauf, sondern sorgt auch für ganz neue Karrierechancen.

Die Mobilität im Berufsleben nimmt immer stärker zu, viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wechseln in ihrem Leben mehrmals den Arbeitsplatz, denn das Streben nach beruflicher Veränderung und persönlicher Selbstverwirklichung ist groß.

Wer erfolgreich ein Online-Studium absolviert hat, der bekommt entweder neue Aufstiegschancen im bisherigen Unternehmen oder nimmt sein Wissen mit zu seinem neuen Arbeitsplatz. Denn neben dem fachlichen Know-how, das Studierende im Online-Studium erwerben, sind Selbstdisziplin, Engagement, Belastbarkeit und Durchhaltevermögen perfekte Soft Skills, um beim nächsten Job-Interview zu überzeugen.

Das Online-Studium bei oncampus

Die steigende Beliebtheit vom digitalen Studieren hat zu einem großen Angebot an Online-Studiengängen geführt. Während einige Fernschulen auf Studiengänge setzen, die zu 100% online stattfinden, bieten andere eine Kombination aus Online- und Präsenzzeiten an, wobei der Löwenanteil des Studiums dennoch digital absolviert wird.

So ist es auch beim Studienangebot von oncampus. Der größte Teil der Studiengänge findet auf der Online-Lernplattform statt, dort können Studierenden die Inhalte jederzeit und ortsunabhängig abrufen und sich mit Dozentinnen und Dozenten und Mitstudierenden austauschen. Zusätzlich gibt es in jedem Semester eine Präsenzphase und Klausuren, die vor Ort an einer der Partner-Fachhochschulen geschrieben werden – zum Beispiel in Kiel, Wilhelmshaven oder Wolfsburg.

Die Vorteile des digitalen Lernens bietet auch das oncampus-Studium: Flexibilität, individuelle Zeiteinteilung und Studiendauer, Vereinbarkeit mit Beruf und Familie. Die Lerninhalte sind einfach verständlich und anschaulich aufbereitet, statt langweiligen Skripten gibt es Animationen, Videos, Tests oder Quiz. Die multimedialen Inhalte bleiben viel einfacher im Kopf und sorgen dafür, dass das Lernen Spaß macht – denn das ist die beste Voraussetzung für die eigene Motivation.

Außerdem hilfreich? Die oncampus-Studiengänge orientieren sich an den Anforderungen der Praxis, die Inhalte lassen sich also optimal auf den Berufsalltag übertragen. Wer sich also in der Branche weiterbildet, in der er bereits arbeitet, kann vom ersten Tag an von seinem erweiterten Fachwissen profitieren.

Bei der Entscheidung für ein Studienfach haben Interessierte die Qual der Wahl: oncampus bietet ganz unterschiedliche Online-Bachelor- und Master-Studiengänge an, dazu zählen zum Beispiel BWL, Medieninformatik, Maschinenbau oder Industrial Engineering. In den meisten Studienfächern gibt es dann außerdem die Möglichkeit, sich ganz gezielt zu spezialisieren. Du strebst einen Master in BWL an? Dann kannst du deine Studieninhalte perfekt darauf anpassen, ob du deine Zukunft beispielsweise eher im Marketing oder aber in der Bank- und Versicherungswirtschaft siehst.

Mit dem Schnupperstudium auf Nummer Sicher gehen

Die Entscheidung zu einem Online-Studium will gut überlegt sein. Mit dem Abschluss öffnen sich neue Türen und die Karriere bekommt ganz neuen Schwung, gleichzeitig kostet eine solche Weiterbildung Zeit, Geld und Ehrgeiz.

Klar, dass man sich das gut durch den Kopf gehen lässt. Wenn du lieber also auf Nummer Sicher gehen willst, ob ein Online-Studium wirklich passt und die Wahl des Studienfachs auch die Richtige ist, kannst du dich kostenlos und unverbindlich zu einem Schnupperstudium bei oncampus anmelden. So lässt sich ganz bequem und ohne Risiko herausfinden, ob das Wunschstudium wirklich deinen eigenen Vorstellungen entspricht – und zwar aus erster Hand!

Alle Infos zu unseren oncampus-Studiengängen und zum Schnupperstudium findest du hier.

Weitere interessante Artikel

Studium abbrechen und dann? „New Perspective“ ist dein Wegweiser

Mehr über die Herausforderung Studienwahl

Mehr über Masterarbeit schreiben

Suchmaschinenoptimierung – Was ist wichtig?

Mehr über wissenschaftlich Arbeiten

Unsere Buchempfehlung: Bachelor of Time

Mehr über BAföG beantragen und alternative Studienfinanzierungsmöglichkeiten

Erfahre mehr über wissenschaftlich Arbeiten

E-Learning Definition: Vier Wege der Weiterbildung

Mehr über Bewerbungen schreiben: Überzeuge potenzielle Arbeitgeber!

Mehr Zeitmanagement Tipps

Die Hanse – Die Geschichte einer Wirtschaftsmacht

Mehr über Zeitmanagement für kreative Chaoten von Cordula Nussbaum

Mehr über Projekte erfolgreich managen

Mehr über den Beruf Reiseblogger – Jenny und Basti von 22places im Interview

Mehr über Kunstgeschichte im Interview mit Dr. Chantal Eschenfelder erfahren

Finanzen in den Griff bekommen: Interview mit Anette Weiß

Hier findest du unser Webinar zu den technischen Anforderungen durch MDR und MEDDEV

Alles, was du zum Online-Studium wissen musst

Mein digitales Ich: Interview Joachim Sucker und Nina Oberländer

BMBF fördert neues Verbundvorhaben von Kiron Open Higher Education, der RWTH Aachen und der FH Lübeck

(Visited 634 times, 2 visits today)

Ein Kommentar

  1. Mittlerweile mehren sich die Zweifel, ob es die richtige Entscheidung war, nebenberuflich auf Betriebswirt zu studieren. Der Hauptansatzpunkt ist die Zeit und die Frage, ob ich das alles unter einen Hut bekommen. Neben der Arbeit und dem Studium gibt es da noch 2 Hunden, Freundin und den Fussballverein. Und der Tag hat nunmal nur 24 Stunden. Wobei das keine absolute Überraschung ist

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.