Deutschlandstipendium: 47 weitere Stipendien an der TH Lübeck

Im Rahmen des Programms Deutschlandstipendium wurden Mitte November von der Technischen Hochschule Lübeck 47 weitere Stipendien vergeben. Auch von oncampus sind vier Stipendiatinnen und Stipendiaten dabei. Aber was ist das Deutschlandstipendium eigentlich und wie bekommt man eins?

Im feierlichen Rahmen konnte TH-Vizepräsident Henrik Botterweck im Rathaus zu Lübeck neben einigen neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten auch vier neue Unternehmensvertreterinnen und -vertreter begrüßen, die das Deutschlandstipendium als Stipendiengeber unterstützen. Insgesamt stieg die Anzahl der Stipendiengebenden der Technischen Hochschule Lübeck auf insgesamt 27 Fördernde.

Seit 2012 ist die TH Lübeck im Deutschlandstipendium-Programm aktiv dabei und hat seitdem insgesamt 161 Stipendien gefördert. Auch oncampus fördert das Deutschlandstipendien-Programm und finanziert zur Zeit vier Studierende.

Was ist das Deutschlandstipendium?

Das Deutschlandstipendium fördert begabte und leistungsstarke Studierende an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland. Mit je 300 Euro pro Monat werden die Stipendiatinnen und Stipendiaten unterstützt. Dabei übernehmen 150 Euro private Förderinnen und Förderer, während der Bund ebenfalls 150 Euro besteuert.

Das Deutschlandstipendium wird einkommensunabhängig gewährt – sogar parallel zur BAföG-Förderung. Dabei sind für die Vergabe eines Stipendiums neben herausragenden Leistungen im Studium auch gesellschaftliches Engagement, persönliche Leistungen sowie die familiäre und soziale Situation wichtig.

Bewilligt wird das Deutschlandstipendium für mindestens zwei Semester. Danach wird von der Hochschule geprüft, ob weiterhin alle Förderkriterien erfüllt sind und ob private Mittel nach wie vor zur Verfügung stehen.

Wie funktioniert das Deutschlandstipendium?

Studierende bewerben sich für ein Stipendium an den deutschen Hochschulen. Diese wiederum werben die Förderangebote von privaten Förderinnen und Förderern ein. Diese sagen die erste Hälfte der Förderung zu. Die zweite Hälfte der Förderung übernimmt der Bund. Ausgewählt und gefördert werden Stipendiatinnen und Stipendiaten von den Hochschulen. Seit 2005 hat sich die Entwicklung der Stipendien verdoppelt. Einen wachsenden Anteil daran hat das Deutschlandstipendium, das mittlerweile fast die Hälfte aller Förderungen ausmacht.

Quelle: BMBF 2018

Was haben die Hochschulen und Fördernden davon?

Ganz uneigennützig ist die Unterstützung der Förderinnen und Förderer nicht. Sie profitieren durch die Nähe zur Hochschule davon, dass sie darüber in den Kontakt zu herausragenden Studierenden kommen und so einfacher Nachwuchs gewinnen können.

Von den regionalen Kontakten zu den Unternehmen profitieren aber auch die Hochschulen, die sich so stärker in ihrer Region vernetzen können und so ihren Studierenden mehr bieten können.

Bewerbung für ein Deutschlandstipendium

Wenn du dich auch auf ein Deutschlandstipendium bewerben möchtest, musst du zunächst prüfen, ob deine Hochschule ein Stipendium anbietet. Das kannst du auf dieser interaktiven Deutschlandkarte machen.

Über deine Hochschule erfährst du auch, wie die Zugangsvoraussetzungen sind und wie genau das Bewerbungsverfahren abläuft. Viele Hochschulen haben dafür eigene Seiten. Die Informationsseite der Technischen Hochschule Lübeck findest du beispielsweise hier.

Danach reichst du deine Bewerbung mit den geforderten Nachweisen ein. Alle weiteren Infos und Fristen erfährst du auch direkt von deiner Hochschule.

Wenn du generell mehr über das Deutschlandstipendium erfahren möchtest, dann schau doch auf der Webseite vom BMBF vorbei. Dort findest du noch viele weitere Infos und Materialien.

Das Deutschlandstipendium in Zahlen

Das Deutschlandstipendium gibt es seit 2011. In der Zeit konnten 304 Hochschulen bei mehr als 7.000 Förderern rund 140 Millionen Euro einwerben. 2017 wurden allein 25.947 Stipendiatinnen und Stipendiaten gefördert.

Quelle: BMBF 2018

 

 

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