Passwortsicherheit: Wie du Passwörter und deinen Rechner schützt

Passwortsicherheit

Immer häufiger liest man in den Nachrichten von Hackerangriffen, Datenschutzskandalen und Datenmissbrauch. Betroffen sind davon nicht nur große Firmen, sondern auch immer häufiger Privatpersonen. Je mehr du im Internet surfst, desto mehr deiner Daten werden erhoben und gespeichert. Unter diesen befinden sich auch einige sehr sensible Daten wie beispielsweise Kontodaten, die kein Dritter zu Gesicht bekommen soll. Genau diese Daten gilt es mit Hilfe von guter Passwortsicherheit zu schützen. In diesem Artikel zeigen wir dir, worauf es bei einem sicheren Passwort ankommt und geben dir Tipps, wie du diese sicher verwalten kannst.

Ein erster Überblick über die IT-Sicherheit

Phishing Mails, Viren, Malware… all das und vieles mehr können deine Sicherheit im Internet bedrohen. Alles davon hast du wahrscheinlich schon einmal gehört, aber wahrscheinlich weißt du gar nicht so genau, worum es sich eigentlich handelt. Kein Wunder, denn das Internet ist mittlerweile so komplex, dass es schwer ist, den Überblick zu behalten.

Trotzdem ist es wichtig, die Sicherheit deiner Daten beim Surfen im Netz immer im Hinterkopf zu haben. Denn schließlich willst du nicht, dass deine sensiblen Daten in die falschen Hände geraten. Das große Angebot der digitalen Welt zu nutzen, ohne sich über Datenschutz und Datensicherheit Gedanken zu machen, kann schnell nach hinten losgehen. Deswegen solltest du dich zumindest bei der Wahl deiner Passwörter an bestimmte Regeln halten, um deine persönlichen Daten vor kriminellen Machenschaften zu schützen.

Passwortsicherheit: Deine Passwörter

Mittlerweile erledigen wir fast alles online: Wir kaufen unsere Kleidung im Internet, verwalten unsere Konten und lassen uns sogar Lebensmittel mit wenigen Klicks nach Hause liefern. Klar, Online-Shopping ist richtig bequem. Einfach das gewünschte Produkt in den Warenkorb legen und dann ganz einfach per Online-Banking zahlen, nichts leichter als das.

Doch was wäre, wenn du plötzlich Rechnungen findest, die nicht dir gehören? Oder Bestellungen hinterlegt sind, die du nie getätigt oder erhalten hast? Eine gruselige Vorstellung, oder? Doch genau das kann passieren, wenn dein Account gehackt wurde und eine fremde Person Zugriff auf dein User-Konto hat.

Die Deutschen und ihre Passwörter

„Mich wird das schon nicht treffen“ – das ist wohl die klassische Einstellung vieler Menschen, wenn es um Hackerangriffe geht. Viele verwenden deswegen auf allen Plattformen das gleiche oder sehr ähnliche Passwörter. Ein Blick auf die TOP 10 Passwörter der Deutschen im Jahr 2018 sagt schon viel aus: selbst Laien wissen, dass Begriffe und Zahlenkombinationen wie hallo, passwort, 123456 und master sicher nicht unter die Kategorie sichere Passwörter fallen und keinen Schutz bieten.

Fakt ist, dass knapp ein Viertel der Deutschen bereits mindestens einmal von Identitätsdiebstahl betroffen waren. Mit dem Identity Leak Checker vom Hasso-Plattner-Institut kannst du prüfen, ob auch du dazu gehörst. Doch selbst wenn du bisher trotz unsicherer Passwörter Glück hattest, solltest du dich nicht darauf ausruhen. Passwortsicherheit ist das A und O, um deine Identität bestmöglich zu schützen!

Passwortsicherheit: Wie werden Passwörter sicher gestaltet?

Auch wenn man sich vorher mit der Thematik IT-Sicherheit noch nicht auseinander gesetzt hat, ist es dennoch relativ einfach, sichere Passwörter zu erstellen, wenn man ein paar grundlegende Regeln beachtet. Diese wollen wir dir jetzt näher vorstellen.

Auf die Länge kommt es an: Über die Länge eines sicheren Passwortes gibt es unterschiedliche Empfehlungen. In der Regel wird zu einer Mindestlänge von acht bis zwölf Zeichen geraten. Es gilt jedoch: je länger ein Kennwort, desto besser. Warum das so ist, ist schnell erklärt: kürzere Passwörter lassen sich leichter und schneller hacken als Passwörter mit vielen Zeichen. So probieren Hackerinnen und Hacker zum Beispiel verschiedene Buchstaben- und Zahlenkombinationen durch, das ist auch bekannt unter dem Begriff Brute-Force-Angriff. Bei einem kürzeren Passwort ist die Wahrscheinlichkeit um ein vielfaches höher, dass das Passwort herausgefunden werden kann.

Zeichenkombis erwünscht: Der nächste Tipp Passwörter sollten aus möglichst vielen unterschiedlichen Zeichenkombinationen gestaltet werden. Sprich: Verwende kleine und große Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen im Wechsel, denn dann ist dein Passwort viel schwieriger zu knacken.

Zufällig: Verwende außerdem niemals Wörter aus dem normalen Sprachgebrauch sowie Namen oder Geburtsdaten aus deinem engeren Umfeld. Die sind einfach zu offensichtlich und leicht zu erraten. Für optimalen Schutz wählst du dein Passwort am besten zufällig.

Regelmäßig ändern: Doch auch, wenn du ein sicheres Passwort gewählt hast, solltest du daran denken, auch dieses regelmäßig zu ändern. Stelle dir am besten direkt beim Erstellen eine Erinnerung ein, wann die nächste Änderung fällig ist. So hast du das aus dem Kopf und wirst automatisch benachrichtigt, sobald es soweit ist.

Ein eigenes Passwort für jeden Account: So anstrengend es auch ist, sich viele verschiedene Passwörter zu merken: verwende jedes Passwort nur ein Mal für jeden Account. Sollte doch einmal eins deiner Passwörter geknackt werden, kann man so zumindest nicht noch auf weitere Konten von dir zugreifen.

Hier noch einmal alle Tipps auf einen Blick.

  • je länger das Passwort, desto besser
  • verwende viele verschiedene Zeichenkombinationen (Buchstaben, Zahlen, Sonderzeichen)
  • gehe bei der Passwortvergabe zufällig vor
  • Ändere dein Passwort regelmäßig
  • habe für jeden Account ein eigenes Passwort

Was sind Passwort-Manager?

Sobald alle Passwörter die Anforderungen eines sicheren Passwortes erfüllt, stellt sich den meisten die Frage: Wie bitteschön soll ich mir so viele verschiedene, lange Passwörter merken? Auch für dieses Problem gibt es eine sichere Lösung: ein sogenannter Passwort-Manager. In diesem werden alle deine Passwörter sicher gespeichert. Um darauf zuzugreifen, musst du dir lediglich ein wirklich sicheres Master-Passwort merken. Dann kannst du ganz einfach auf deine Passwörter zugreifen und sie zu jeder Zeit verwalten.

Doch nicht nur das. Die meisten Passwort-Manager bieten dir auch die Möglichkeit, weitere wichtige Informationen abzuspeichern. Das heißt, du kannst nicht nur Passwörter speichern, sondern z.B. auch wichtige Dokumente, Links etc. Manche Passwort-Manager bieten außerdem die Möglichkeit die Dienste auf allen Geräten zu synchronisieren, um den Gebrauch für die Nutzenden komfortabler zu gestalten. Es gibt eine zahlreiche Passwort-Manager, suche einfach mal bei Google, welcher am besten zu dir passt. Wenn du mehr über die Vor- und Nachteile von Passwort-Managern erfahren willst, dann schau doch mal bei CHIP vorbei.

IT-Sicherheit – Unser Online-Kursangebot

Du weißt jetzt also, worauf es bei einem sicheren Passwort ankommt, wie du deine Passwörter verwalten und deine Daten so bestmöglich schützen kannst. Mit den oben genannten Maßnahmen haben es Angreiferinnen und Angreifer wesentlich schwerer, an deine persönlichen Daten zu kommen. Doch das ist natürlich nur ein Teilbereich von IT-Sicherheit – es gibt noch so viel mehr Aspekte, die beachtet werden müssen, um deine Daten im Internet zu schützen.

Wenn du mehr über dieses spannende und vor allem wichtige Thema lernen möchtest, dann informiere dich mal über unseren Online-Kurs zum Thema IT-Sicherheit. Der Kurs ist in zwei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt: Grundlagenmodule und Aufbaumodule. Die Grundlagenmodule befassen sich mit dem allgemeinen Thema der „Awareness IT-Sicherheit“ – hier lernst du zu verstehen, warum die Thematik heutzutage wichtiger ist denn je. Im weiteren folgen Module zur Sicherheitsgestaltung. Die Aufbaumodule gehen danach noch mehr in die Tiefe. Hier lernst du unter anderem etwas über die rechtlichen Faktoren in der Informationstechnologie und erweiterst zusätzlich dein Wissen und deine Fähigkeiten im Bereich der sicheren Produktionsentwicklung.

Wir können alle unseren Teil zur IT-Sicherheit beitragen. Je früher wir uns mit dem Thema beschäftigen, desto besser. Denn jeden Tag wird das Internet komplexer und neue Innovationen bringen Veränderungen mit sich. Mit diesem Artikel hast du einen ersten Grundstein gelegt – mache am besten direkt weiter und bleibe beim Thema IT-Sicherheit up to date.

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