Konfliktmanagement: 5 Fakten, die zeigen, dass Konflikte auch positive Eigenschaften haben

Konflikte begegnen uns täglich – egal ob ein Streit, eine Auseinandersetzung, ein Wortwechsel oder ein Missverständnis, sowohl im Privaten als auch im Beruflichen lassen sich Konflikte nie ganz vermeiden. Und auch, wenn das Wort Konflikt bei den meisten Menschen erst einmal negativ besetzt ist, haben die Uneinigkeiten durchaus auch positive Seiten. Richtiges Konfliktmanagement ist hier das Zauberwort – denn wer die Kunst des Richtigen Umgangs mit Konflikten beherrscht, kann nicht nur gestärkt daraus hervorgehen, sondern bringt auch wichtiges Know-how für Führungspositionen mit. In diesem Blogartikel helfen wir dir, die positiven Seiten an Konflikten zu erkennen und zeigen dir, warum Konfliktmanagement dabei eine so große Rolle spielt.

Was ist eigentlich ein Konflikt?

Jeder von uns hat sie und jeder von uns hat schon Erfahrungen mit ihnen gemacht: Die Rede ist von Konflikten. Ein Konflikt tritt immer dann auf, wenn zwei oder mehr Personen unterschiedlicher Meinung sind. Dabei muss es nicht immer um Sachliches gehen. Auch die Gefühle der Beteiligten spielen eine große Rolle, so dass es nicht selten zu gegenseitigen Beeinflussungsversuchen kommt. Gerade in der heutigen Zeit wird in unserer Gesellschaft großer Wert auf Individualität und freie Meinungsäußerung gelegt. Kein Wunder also, dass Konflikte im Alltag häufig auftreten und nicht vermieden werden können.

Der Klassiker unter den Konflikten ist der berühmte „Streit am Gartenzaun“. Egal ob der Hund bellt, der Schnee nicht ordnungsgemäß geräumt oder die Einfahrt mal wieder zugeparkt wurde – Grund für Reibereien gibt es überall, wo Menschen auf engem Raum zusammenwohnen. Knapp die Hälfte der Deutschen haben schon einmal Erfahrungen mit Nachbarschaftsstreits gemacht. Einige erinnern sich vielleicht noch an Stefan Raabs Song „Maschendrahtzaun“, bei dem ein Nachbarschaftsstreit über einen Knallerbsenstrauch und dem besagten Zaun es 1999 sogar bis an die Spitze der Charts schaffte. (Falls du nun einen Ohrwurm hast, gern geschehen ;)).

Ein Konflikt bedeutet übrigens nicht, dass nur eine Partei im Recht ist. Ganz im Gegenteil, bei vielen Konflikten haben mehrere Parteien Recht. Und genau das ist das Schwierige an einem Konflikt. Eine Lösung zu finden ist nicht immer einfach und Bedarf viel Fingerspitzengefühls. Gutes Konfliktmanagement ist daher sehr wichtig, um Konflikte konstruktiv lösen zu können. Im Idealfall können aus Konflikten dann sogar positive Erfahrungen gewonnen werden und die Zusammenarbeit der Beteiligten zukünftig bereichern. Im Folgenden zeigen wir dir daher an fünf Beispielen, wie du einen Konflikt auch positiv sehen kannst. Du wirst sehen: Mit dem richtigen Blickwinkel kannst du auch aus Konfliktsituationen durchaus Positives ziehen und gestärkt daraus hervorgehen.

Infografik: Streit am Gartenzaun | Statista Mehr Infografiken findest du bei Statista

Konfliktmanagement: Darum sind Konflikte gut für dich.

Ein Konflikt lässt Unterschiede deutlich werden.

Wie langweilig wäre es, wenn wir alle gleich wären und die gleichen Meinungen vertreten würden. Unterschiedliche Meinungen und Ansichten lassen eine Gesellschaft erst abwechslungsreich und bunt werden. Bei einem Konflikt werden diese unterschiedlichen Meinungen deutlich und treten ans Tageslicht. Das führt dazu, dass die unterschiedlichen Parteien erst über ihre verschiedenen Ansichten Bescheid wissen, was wiederum die Grundlage für eine Lösungssuche bildet. Viel zu häufig ist es so, dass Konflikte lange nicht angesprochen werden und irgendwann mit einem Knall zu Tage treten. Nicht selten haben sich die Fronten bei den Beteiligten dann schon so verhärtet, dass eine Konfliktlösung nur sehr schwer oder nicht mehr möglich ist.

Kommt es zu einem Konflikt, stehen die Beteiligten dann vor der Entscheidung, ob sie den Konflikt lösen oder doch lieber getrennte Wege gehen wollen. Die meisten versuchen dann die Unterschiede aus dem Weg zu räumen und den Konflikt zu beseiten. Gelingt ihnen das, ist das Miteinander in der Regel sogar harmonischer als vorher.

Ein Konflikt kann die Einheit sicherstellen.

Wer Konflikte aus dem Weg räumen will, kommt nicht darum herum, die unterschiedlichen Meinungenwahrzunehmen und sich damit aktiv auseinander zu setzen. Das schafft im besten Fall nicht nur den Konflikt aus dem Weg, sondern hilft gleichzeitig, die Gemeinsamkeiten der Beteiligten oder einer ganzen Gruppe wiederherzustellen. Konfliktmanagement hat also auch das Potenzial, den Gruppenzusammenhalt und die Gruppeneinheit zu stärken.

Ein Konflikt kann das Bestehende bewahren.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Es liegt in unserer Natur, dass Veränderungen in unserem Leben uns erst einmal Angst machen. Bei einigen Menschen können durch einen Konflikt Aggressionen erzeugt werden, die sich gegen die Veränderungen oder die Person richten, die diese anstrebt. In Konflikten kann durch das Wehren gegen solche unnötigen und ungewollten Veränderungen vorgegangen werden und so die Stabilität und das Bewährte, beispielsweise in einer Gruppe, wiederhergestellt werden.

Ein Konflikt kann Veränderungen herbeiführen.

Es ist jedoch nicht immer sinnvoll, das Bestehende zu bewahren. Denn wenn sich das Umfeld ändert, können Paradigmenwechsel notwendig werden. Wer dann an Altbewährtem festhält, verliert schnell den Anschluss. Durch aktive Diskussionen und die Versuche, die andere Partei von der eigenen Meinung zu überzeugen, können notwendige Neuerungen deutlich werden. In Konflikten können also Veränderungen herbeigeführt werden, so dass die Überlebenschancen aller Beteiligten steigen.

Ein Konflikt kann Vielschichtigkeit entwickeln.

Durch das Herausarbeiten von Unterschieden sowie von vielfältigen und verschiedenartigen Elementen der Argumente und den Beziehungen der Beteiligten zueinander kann Vielschichtigkeit entwickelt werden. Die Beteiligten setzen sich also mit den verschiedensten Bestandteilen eines Konfliktes auseinander. So können positive Schlüsse aus einem Konflikt gezogen und die Lösung herbeigeführt werden.

Was ist Konfliktmanagement und warum ist das wichtig?

Konflikte lassen sich auch in der Beziehung gut lösen.

An unseren fünf Beispielen hast du gesehen, dass Konflikte mitnichten immer nur negativ sein müssen. Doch um von den beschriebenen positiven Aspekten eines Konfliktes profitieren zu können, ist es enorm wichtig, den richtigen Umgang mit Konflikten zu lernen. Und hier kommt Konfliktmanagement ins Spiel.

Das Ziel des Konfliktmanagements ist es, mit gezielten Maßnahmen die Eskalation oder Ausbreitung eines bestehenden Konfliktes zu verhindern. Eine gute Konfliktmanagerin oder ein guter Konfliktmanager kann sich selbst und die Beziehungen zwischen Menschen des eigenen Umfeldes analysieren, sie verstehen und damit entsprechend umgehen. So können Konflikte analysiert und geeignete Konfliktlösungen gefunden werden.

Konfliktmanagement – Eine Aufgabe für Führungskräfte

Gerade für Führungskräfte ist es essentiell, dass sie Konfliktmanagement beherrschen. Je frühzeitiger Konflikte erkannt und geeignete Lösungen gefunden werden, desto harmonischer läuft in der Regel auch die Zusammenarbeit im Team. Brodeln Konflikte jedoch unbeachtet im Untergrund, ist das Scheitern eines Teams quasi schon vorprogrammiert. Die Stimmung wird schlecht, die Arbeitsergebnisse unbefriedigend und im schlimmsten Fall kann es zu Kündigungen kommen.

Gutes Konfliktmanagement bedeutet für die Führungskraft auch, die Emotionen von verschiedenen Teammitgliedern aushalten zu müssen und im Zweifelsfalls auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Klar, niemand macht sich gerne unbeliebt – und trotzdem kommt man als Chefin oder Chef manchmal nicht drumrum. Wichtig ist hierbei eine offene Kommunikation mit allen Mitgliedern des Teams.

Konflikte können auf unterschiedliche Art und Weise gelöst werden.

Genauso vielfältig wie die Konflikte selbst sind auch die Lösungsmöglichkeiten, mit denen ein Konflikt gelöst werden kann. Generell werden sechs Grundmuster unterschieden, die zur Konfliktlösung beitragen können: Flucht, Vernichtung, Unterwerfung, Delegation, Kompromiss und Konsens. Diese Grundmuster sind in aufsteigender Reihenfolge zu verstehen: Das heißt, ganz unten, am niedrigsten entwickelt, steht die Flucht, während der Konsens ganz oben steht.

Konflikte werden bei dem Grundmuster Flucht entweder vermieden oder wenn sie entstehen ignoriert. Beteiligte fliehen vor der Auseinandersetzung, zum Beispiel aus Angst oder Verzweiflung den Konflikt nicht zu überstehen. Einen Schritt weiter oben steht die sogenannte Vernichtung. Bei diesem Grundmuster wird die Zerstörung der Gegnerin oder des Gegners angestrebt. Ein klassisches Beispiel hierfür ist Mobbing. Auf der dritten Stufe steht die Unterwerfung, bei der sich eine Partei der anderen unterwirft und dessen Meinung übernimmt – und zwar ungeachtet von seiner eigenen, so dass eine vorübergehende Konfliktlösung möglich ist.

Beim vierten Grundmuster, der Delegation, wird eine dritte Person als Hilfestellung in die Konfliktlösung einbezogen. Diese vermittelt zwischen den Beteiligten und führt diese so im Idealfall zu einer akzeptierten Lösung. Kompromisse befinden sich bereits auf einer sehr hoch entwickelten Lösungsstufe. Hier treffen die beteiligten Parteien eine Vereinbarung über große Teile eines Konfliktes und finden so zu einer Lösung. Der Konsens ist quasi die Königsklasse des Konfliktmanagements. Der Konsens ist eine Meinung, die von allen Beteiligten ohne Widerspruch akzeptiert werden kann. So erreicht man die höchste Zufriedenheit bei allen Beteiligten und hat den Konflikt aus dem Weg geräumt.

Konfliktmanagement: Der Online-Kurs zum selber lernen

Wie du siehst, sind Konflikte nicht immer etwas Negatives. Im Gegenteil: Richtig gemanaged können sie sogar in etwas Positives umgewandelt werden und die Zusammenarbeit in einem Team bereichern.

In deine Konfliktmanagement-Skills zu investieren, ist auf jeden Fall lohnenswert. Vor allem, wenn du in einer Führungsposition arbeitest oder diese in Zukunft anstrebst. Denn das Lösen von Konflikten ist eine der Hauptaufgaben von Führungskräften. Aber auch so können dir Kenntnisse über Konfliktmanagement im Berufs- aber auch Privatleben helfen. Nicht zuletzt sind sie auch bei Recruiterinnen und Recruitern ein gern gesehenes Soft Skill.

Also, investiere jetzt in deine Zukunft und bilde dich zum Thema Konfliktmanagement weiter. Mit unserem Online-Kurs Konfliktmanagement kannst du dich ganz flexibel weiterbilden, wann und wo es dir gerade passt. Für nur 50 € hast du sechs Monate lang Zeit, deine Skills auf ein neues Level zu heben.

Das kannst du in unserem Online-Kurs Konfliktmanagement lernen

  • Was ist ein Konflikt?
  • Welche Ursachen und welchen Sinn haben Konflikte?
  • Sind Konflikte in Institutionen ein Zeichen von Führungsschwäche?
  • Warum braucht man Konfliktmanagement?
  • Gibt es allgemeine Modelle zur Lösung von Konflikten?
  • Wann ist ein Kompromiss und wann ein Konsens die beste Konfliktösung?

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