10 Gründe, warum lebenslanges Lernen so wichtig für deine Zukunft ist

Erinnerst du dich noch an den Spruch, den Eltern früher so gerne gesagt haben? „Du lernst nicht für die Schule, sondern für dein Leben“. Sobald der Schulabschluss in der Tasche war, dachten viele, dass das Lernen endlich ein Ende hätte – merkten aber schnell, dass dem nicht so ist. Und zwar zum Glück. Ob während des Studiums, einer Ausbildung oder im Alltag: Neues zu lernen begleitet uns tagtäglich. Beruflich gesehen ist das vor allem notwendig, da sich Gesellschaft und Wirtschaft ständig verändern. Aber auch für die persönliche Entwicklung ist lebenslanges Lernen Gold wert, um sozialen Veränderungen und neuen Herausforderungen ganz entspannt begegnen zu können. Wir haben die wichtigsten Gründe für dich gesammelt, warum lebenslanges Lernen eine richtig gute Sache ist.

1. Du verlierst nicht den Anschluss

Die Digitalisierung ist ein großer Faktor für die rasanten Veränderungen in unserer Gesellschaft. In der Wirtschaft sieht man das zum Beispiel bei selbstfahrenden Autos, künstlicher Intelligenz und Robotern, die Gehirn-OPs durchführen. Entwicklungen, die vor einigen Jahren noch nicht einmal vorstellbar waren. Aber auch im Kleinen ist die Digitalisierung mehr als präsent. Kommunikation via Smartphone, Rechnungen mit einem Klick bezahlen, Flüge online buchen – dir fallen sicherlich noch hunderte Dinge ein, die du heutzutage ganz selbstverständlich per App oder im Internet machst. Für die Digital Natives funktioniert das alles ganz intuitiv und ohne viel Nachdenken, für die Generation der Silver Surfer beispielsweise ist allein die Bedienung eines Smartphones hingegen eine ziemliche Herausforderung. Klar, wenn man so etwas noch nie zuvor in der Hand hatte und dann auf einmal verstehen soll, was sich hinter den kleinen bunten Kästchen auf dem Bildschirm verbirgt. Aber auch, wenn du mit dem Internet großgeworden bist, ist es hilfreich, in Bezug auf neue Entwicklungen up-to-date zu bleiben. So kannst du sicher gehen, dass du nicht den Anschluss verlierst und auch in ein paar Jahren zum Beispiel in Sachen Technik immer noch den Durchblick hast.

2. Du sitzt in Gesprächen nicht schweigend daneben

Wer viel weiß, der kann mitreden – und das macht Unterhaltungen viel spannender. Stell dir mal vor, du triffst dich mit Freundinnen und Freunden, die sich darüber austauschen, dass einer von ihnen sein Team endlich für agiles Arbeiten begeistern konnte. Und nun plant er die ersten Sprints für das neue Projekt, hat ein Kanban-Board im Meeting-Raum aufgestellt und ist total gespannt, wie die Iterationen laufen werden. Und du sitzt schweigend daneben, weil du noch nie von agilem Projektmanagement gehört hast. Natürlich können wir uns nicht für jedes denkbare Gebiet ein tiefes Fachwissen aneignen, aber schon ein paar Hintergrundinformationen und eine breite Allgemeinbildung sorgen dafür, dass du in Gesprächen gezielt nachhaken kannst und so automatisch mehr von dem mitnimmst, was dein Gegenüber dir erzählt. Klare Win-win-Situation für beide Seiten!

3. Du hältst deinen Kopf jung

Die Bezeichnung „Gehirn-Jogging“ hast du bestimmt schonmal gehört. Und genau den Effekt hat Lernen auf das Gehirn. Denn wenn du deinem Kopf immer neue Inhalte gibst, hat er dauerhaft etwas zu tun, und das hält dein Oberstübchen jung und dynamisch. Also genau das, was passiert, wenn du deinem Körper Bewegung schenkst. Jeden Tag ein Sudoku zu lösen ist zwar ein guter Ansatz, reicht aber tatsächlich nicht aus, weil der Geist unterschiedliche Übungen benötigt. Statt regelmäßig bereits Bekanntes aufzufrischen, solltest du also am besten versuchen, immer wieder neue Inhalte zu erlernen – ganz gleich ob das eine Weiterbildung für deinen Job ist oder eben Basis-Know-how über das agile Projektmanagement deines Kumpels.

4. Bildung ist die beste Altersvorsorge

So ein junger Kopf ist übrigens auch die beste Grundlage, im Alter gut und lange alleine zurechtzukommen. Denn eine der größten Sorgen vieler Menschen ist es, irgendwann vollkommen unselbstständig im Pflegeheim zu landen. Wirklich keine allzu schöne Aussicht. Neben der finanziellen Sicherheit, die immer wieder in Zusammenhang mit Altersvorsorge erwähnt wird, gibt es hier aber noch ganz andere Aspekte, für die du mit Wissen vorsorgen kannst. Wenn du dich beispielsweise mit einer gesunden Lebensweise beschäftigst und immer wieder in deine psychischen und physischen Ressourcen investierst, sorgst du ganz effizient für dein Alter vor und hast damit die Grundsteine gelegt, auch mit 70 oder 80 noch selbstständig leben zu können.

5. Dein Netzwerk wächst und wächst

Manchen liegt es richtig im Blut, andere empfinden es eher als Notwendigkeit – klar ist aber, Netzwerken kann neue Türen öffnen und ist damit für die Karriereleiter ganz und gar nicht verkehrt. Und wenn du dich weiterbildest, dann kommst du gar nicht drum herum, dass auch dein Netzwerk wächst. Sei es bei Weiterbildungskursen selbst oder bei Veranstaltungen, die du zu deinem neuen Thema besuchst. Nutze einfach die Gelegenheit, mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Ein weiterer Vorteil? Menschen, die du bei Weiterbildungen kennenlernst, sind genau wie du motiviert, etwas Neues zu lernen. Und so ein aktives und motiviertes Umfeld färbt ganz sicher noch zusätzlich auf dein eigenes Engagement ab.

6. Dein Know-how ist heißbegehrt

Gerade im Berufsleben kann ein tiefgreifendes Know-how die Eintrittskarte für eine neue Position sein, denn Fachkräfte sind einfach gefragt. Insbesondere im Zeitalter der Arbeit 4.0, in dem Maschinen zukünftig viele Aufgaben übernehmen, dafür aber auch ganz neue Berufsfelder geschaffen werden, sind neue Kompetenzen das A und O. Beispielsweise in der IT entwickeln sich schon jetzt viele neue Jobs, für die es Fachpersonal braucht. Und genau zu diesem kannst du dich weiterbilden. Mehr dazu erfährst du übrigens auch in unserem Blog-Artikel zur Arbeitswelt 4.0.

Du besuchst also gezielte Fortbildungen in deinem Metier, eignest dir eine große Expertise an und bist auf dem neusten Stand bezüglich der wirtschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen deiner Branche? Was könnte sich das Unternehmen, in dem du arbeitest, besseres wünschen? Einerseits kannst du so nämlich ganz gezielt dein Team bei wichtigen Fragen unterstützen und wertvolles Wissen weitergeben, andererseits machst du dich als Fachkraft für deine (neue) Position unentbehrlich und hilfst deinem Unternehmen, mit den Anforderungen der Digitalisierung und Globalisierung Schritt zu halten. Und damit kommen wir direkt zum nächsten Punkt:

7. Du bist erfolgreich in deinem Job

Bewirbst du dich auf eine neue Stelle oder eine höhere Position, hast du mit fachlichem Know-how wahrscheinlich bessere Chancen, den Job zu bekommen, als andere Bewerberinnen und Bewerber, die weniger gut ausgebildet sind als du. Das bedeutet: Dich erwarten neue Stufen auf der Karriereleiter und damit häufig auch ein besseres Gehalt. Gleichzeitig zeigst du mit gezielten Fortbildungen aber auch, dass du motiviert bist, dich weiterzuentwickeln und nicht einfach auf deinem jetzigen Wissensstand stehen bleiben willst. Das ist für Arbeitgebende attraktiv – denn so können sie sich darauf verlassen, dass du dich auch in neue Anforderungen gerne und gut einarbeiten kannst.

8. Wissen macht ah! – und glücklich

Neues zu lernen und somit viel zu wissen macht die meisten Menschen schon allein zufrieden. Wenn man zum Beispiel eine Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen hat, kann man darauf zurecht stolz sein und wird mit einem guten Gefühl belohnt. Richtig glücklich macht es aber, dieses Wissen dann auch tatsächlich im Alltag anzuwenden, sei es im Job oder in der Freizeit. Stell dir zum Beispiel vor, du hast gerade eine neue Sprache gelernt und reist nun in das Land, in der sie gesprochen wird. Statt mit Händen und Füßen nach dem Weg zu deiner Unterkunft zu fragen, kannst du dich mit Einheimischen unterhalten und hast so viel größere Chancen, mehr über Land und Leute – und vielleicht auch echte Geheimtipps für deinen Urlaub – zu erfahren. Der Vergleich funktioniert auch in anderen Bereichen, zum Beispiel, wenn du dich beim Geschäftsmeeting mit einer Führungskraft über die Herausforderungen und mögliche Lösungen eines neuen Projekts unterhalten kannst und so einen positiven Eindruck hinterlässt. Ein toller Push für dein Selbstvertrauen, der dich ganz bestimmt mit einem glücklichen Lächeln nachhause fahren lässt.

9. Du entwickelst deine Persönlichkeit weiter

So nützlich das Lernen für deinen Berufsalltag auch sein mag, ganz individuell betrachtet entwickelst du neben deinem Wissen auch deine Persönlichkeit weiter. Warum das so ist? Lernen hängt immer von Entscheidungen ab, die du triffst, und meistens verlässt du deine Komfortzone, wenn du in ganz neue Gefilde eintauchen möchtest. Du triffst dich mit vollkommen fremden Menschen, musst vielleicht überlegen, wie du mit den Kosten der Weiterbildung gut haushalten kannst und gegebenenfalls deinen Tagesplan umgestalten. Alles Dinge, mit denen man innerhalb der eigenen Komfortzone eher selten konfrontiert wird. Die Fähigkeit, all diese Entscheidungen zu treffen, mit der neuen Situation umzugehen und Lösungen für etwaige Herausforderungen zu finden wirkt sich positiv auf deine Persönlichkeit aus. Etwas, das ganz beiläufig passiert und damit ein umso schönerer Nebeneffekt ist.

10. Du kannst dich gut an Veränderungen anpassen

Dass wir Menschen Gewohnheitstiere sind, hört man immer wieder. Sicher können Veränderungen manchmal ganz schön herausfordernd sein und auch durchaus Angst machen. Klar ist aber auch: Wenn du es gewohnt bist, dich auf neue Anforderungen in deinem Job einzustellen und Spaß daran hast, dich auch in diese hineinzuarbeiten, dann brauchst du genau diese Angst vor der Veränderung nicht zu haben. Denn schon die Bereitschaft als solche, mit Veränderungen mitzugehen, stellt die Weichen dafür, dass du genau das auch schaffst.

Zahlt sich lebenslanges Lernen aus?

Neugierig, welche der obengenannten Gründe am bedeutsamsten für die Entscheidung zu einer Weiterbildung sind? Die Deutsche Industrie- und Handelskammer hat das in ihrer „DIHK-Erfolgsstudie Weiterbildung“ 2018 untersucht. 66% der über 17.000 Befragten, die eine Weiterbildung abgeschlossen haben, gaben als Hauptgrund den beruflichen Aufstieg an. 46% wollten mit der Weiterbildung ein höheres Einkommen erzielen, 27% den persönlichen Horizont erweitern und Neues lernen.

Und das Ergebnis? 65% gaben an, dass sich ihre Weiterbildung positiv auf ihre berufliche Situation ausgewirkt hat, da sie nun in einer höheren Position arbeiten oder ein besseres Gehalt bekommen. Und im Hinblick auf die persönlichen Vorteile gaben sogar 85% an, dass die Weiterbildung sie auch wirklich weitergebracht hat – und zwar vor allem hinsichtlich eines erweiterten Blickwinkels, eines verbesserten Verständnisses und mehr Souveränität. Du willst wissen, ob sich auch ein Studium als Weiterbildung wirklich lohnt? Dann wirf doch mal einen Blick in diesen Blog-Artikel.

Her mit dem Lernstoff – konkrete Weiterbildungsmöglichkeiten für dich

Du hast Bock, etwas Neues zu lernen – sei es für deinen Job oder deinen persönlichen Horizont? Dann hast du die Wahl zwischen einer ganzen Menge an Weiterbildungsmöglichkeiten. Eine Auswahl gefällig?

  • Wissenschaftliche Zertifikatskurse

Du möchtest akademisches Wissen über spezielle Themengebiete erlangen, ohne ein ganzes Studium zu absolvieren? An vielen Hochschulen kannst du wissenschaftliche Zertifikatskurse absolvieren. Thematisch decken diese Kurse eine große Bandbreite ab und können, müssen aber nicht berufsbezogen sein.

  • Unternehmensinterne Weiterbildung

Praktisch, wenn du dich gezielt im Rahmen der Anforderungen in deinem Unternehmen weiterbilden willst, sind unternehmensinterne Kurse. Planst du allerdings, eine neue Anstellung zu suchen, sind unternehmensunabhängige Weiterbildungen die bessere Alternative.

  • IHK-Kurse

Vor allem in handwerklichen und technischen Berufen sind IHK-Kurse beliebt und eine der bekanntesten Weiterbildungsmöglichkeiten. Sie sind stark auf die Berufspraxis ausgelegt und ermöglichen Arbeitnehmerinnen und -nehmern eine schnelle Anwendung der erlernten Inhalte.

  • (Fern-)Studium

Wenn du dich wirklich tiefgreifend mit einem ganz neuen Berufsfeld auseinandersetzen möchtest, ist ein Studium eine gute Wahl – das gilt natürlich auch, wenn du bereits einen Abschluss hast und eine weitere Qualifizierung wie einen Master obendrauf setzen möchtest. Praktisch für alle Berufstätigen sind berufsbegleitende Fernstudiengänge wie bei oncampus, da diese zum großen Teil online stattfinden und sich so auch mit Job und Familie vereinen lassen.

  • Online-Seminare

Und natürlich kannst du dich heutzutage auch online umfassend weiterbilden. Es gibt viele kostenfreie und kostenpflichtige Angebote, bei denen du dein Wissen erweitern kannst – je nach Aufbau erhältst du auch hier häufig ein Zertifikat.

Bei oncampus hast du beispielsweise die Möglichkeit, dich für wenig Geld und ganz flexibel mit einem Angebot von knapp 150 Selbstlernkursen weiterzubilden und dir genau das Wissen anzueignen, auf das du Lust hast – von Social Media Management über Basics im Rechnungswesen hin zu Soft Skills wie Zeitmanagement oder Körpersprache. Hier erhältst du sechs Monate lang Zugriff auf die Unterlagen und kannst in deinem eigenen Tempo lernen.

Tiefgreifender wird es mit unseren berufsbegleitenden Online-Studiengängen, zum Beispiel in BWL, Wirtschafts- oder Medieninformatik, für die wir sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge anbieten. Wie so ein Online-Studium bei oncampus aussehen kann und was es dir im Job bringt, das lässt du dir am besten von unseren Studierenden erzählen:

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Und jetzt ran an die Recherche und viel Spaß bei der Suche nach der passenden Weiterbildung für dich!

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Ein Kommentar

  1. Danke für die Informationen. In der Tat hat sich auch die Berufswelt verändert. Sie ist viel schnelllebiger geworden. Ständig gibt es neue Software und Hardware zum Arbeiten. Da ist es egal ob man vielleicht Programmierer ist oder eine Ausbildung zur Kosmetikerin macht. Jeder muss dranbleiben. Weiter so!

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