Autodesk Inventor – Die CAD-Software für die mechanische Konstruktion

Das gute alte Reißbrett war einmal: Computer-aided design, besser bekannt unter der Abkürzung CAD, hat die Arbeit ganzer Branchen verändert. Das rechnergestützte Konstruieren von 2D- und 3D-Modellen ist aus der heutigen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken, denn es erleichtert und beschleunigt die Erstellung technischer Zeichungen und Planungen aller Art. Eines der bekanntesten CAD-Programme für die mechanische Konstruktion ist der Autodesk Inventor. In diesem Blogartikel zeigen wir dir, was CAD eigentlich genau ist, wo es überall eingesetzt wird und was der Autodesk Inventor alles kann.

Computer-aided Design: Nicht mehr wegzudenken

Architektinnen und Architekten nutzen es, Stadtplanerinnen und -planer können nicht darauf verzichten und auch bei der Konstruktion von Bauteilen ist es unabdingbar. Die Rede ist von computer-aided design, oder auf Deutsch rechnergestütztem Konstruieren (kurz: CAD). Während oben genannte Berufsgruppen ihre Zeichnungen früher noch aufwändig per Hand fertigen und Änderungen mühsam einarbeiten mussten, ist dieser Prozess heute dank geeigneter CAD-Software nicht nur wesentlich schneller, sondern auch viel einfacher. Deswegen ist die Anwendung von CAD-Programmen auch aus der heutigen Industrie nicht mehr wegzudenken.

CAD-Programme werden dazu genutzt, Darstellungen einer Komponente zu entwickeln. Während früher nur zweidimensionale Darstellungen möglich waren, ist es heute auch möglich, die Komponenten in 3D darzustellen. Eingesetzt wird die Software in den unterschiedlichsten Branchen, zum Beispiel im Maschinenbau, in der Architektur oder im Bauingenieurwesen. Aber auch im Produktdesign, bei der Einrichtungsplanung, in der Zahnmedizin oder bei der Programmierung von Videospielen ist CAD ein fester Bestandteil der Arbeitsprozesse. Es gibt kaum einen Bereich, in dem CAD nicht genutzt wird. Das zeigt wie wichtig rechnergestütztes Konstruieren auch in Zukunft noch ist.

Vor- und Nachteile von CAD

Der Vorteil liegt auf der Hand: Das rechnergestützte Konstruieren erleichtert nicht nur den Planungsprozess enorm. So ist nicht nur die Erstellung und das Einarbeiten von Änderungen wesentlich leichter als bei den ursprünglichen Methoden wie z. B. dem Reißbrett. Außerdem können in den Programmen gleich Informationen wie beispielsweise zur Materialbeschaffenheit hinterlegt, das jeweilige Modell aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und Änderungen an der Skalierung vorgenommen werden. Auch beim Fertigungsprozess fallen dank CAD gleich mehrere Arbeitsschritte weg. So erhalten Maschinen beispielsweise direkt vom Computer aus die Informationen, wie ein bestimmtes Bauteil zu fertigen ist. Dadurch wird nicht nur eine Menge Zeit, sondern auch Geld gespart.

Nicht vergessen werden sollte jedoch, dass computer-aided design in der Regel mit hohen Investitionskosten pro Arbeitsplatz einhergeht. Außerdem gilt es, das Personal für den Umgang mit der komplexen Software ausreichend zu schulen. Auch für eventuelle Software-Updates können immer wieder Schulungen in regelmäßigen Abständen vonnöten sein. Zudem sind die Projekte in den CAD-Programmen nicht selten so komplex, dass sie für Außenstehende oft nur schwer nachvollziehbar sind.

In der praktischen Anwendung überwiegen die Vorteile von Programmen für das rechnergestützte Konstruieren jedoch in der Regel, was sich nicht zuletzt auch in der großen Vielfalt an CAD-Software zeigt. Durch die unterschiedlichen Anwendungsfälle gibt es eine Vielzahl an Programmen, die speziell auf das jeweilige Einsatzgebiet angepasst sind. Je nach Verwendungszweck bieten die Programme die unterschiedlichsten Funktionen und können sich kostentechnisch irgendwo zwischen kostenfrei und Premium-Preisen bewegen. Außerdem ist sowohl in jeder Preisklasse als auch für jede Erfahrungsstufe eine CAD-Software dabei.

Der Autodesk Inventor

Eines der bekanntesten CAD-Programme für die mechanische Konstruktion ist der Autodesk Inventor. Er wird vor allem in den Bereichen Maschinenbau, Anlagenbau, Werkzeugbau und Blechverarbeitung verwendet. Der Autodesk Inventor ist eine 3D-CAD-Software, die vom Unternehmen Autodesk entwickelt und Ende der 1990er Jahre veröffentlicht wurde.

In der Praxis wird Autodesk Inventor beispielsweise für die Bewegungssimulation, die Rohrleitungskonstruktion, im Werkzeug- und Formenbau, bei der Baugruppenkonstruktion oder bei der Konstruktion von Kunststoffteilen genutzt.

Mithilfe des Autodesk Inventors müssen weniger physische Prototypen gebaut werden, da ein Produkt vollständig digitalisiert dargestellt werden kann. So können die Produkte am Rechner konstuiert, visualisiert und simuliert werden.

Autodesk Inventor 2020 - Grundlagen in Theorie und Praxis: Viele praktische Übungen am Konstruktionsobjekt 4-Takt-Motor
  • Christian Schlieder
  • Herausgeber: BoD - Books on Demand
  • Auflage Nr. 1 (26.09.2019)
  • Taschenbuch: 280 Seiten

Wenn du den Autodesk Inventor noch besser kennenlernen willst, möchten wir dir im Folgenden noch vier Online-Kurse ans Herz legen, mit denen du dich tiefer in die Software einarbeiten kannst. Von Grundlagen bis hin zu themenspezifischem Wissen ist alles dabei. Die Kurse wurden von Dipl.-Ing. Christian Schlieder entwickelt, der nicht nur Autor mehrerer Bücher über den Autodesk Inventor ist, sondern auch als Lehrbeauftragter für computer-aided design arbeitet. Ein Kurs kostet gerade einmal 49,99 € und bringt dir eine Menge Input.

Der Autodesk Inventor Grundlagenkurs

Autodesk Inventor GrundlagenkursWenn du noch ganz neu im Thema CAD-Konstruktionen bist, dann bietet dir der Autodesk Inventor Grundlagenkurs einen optimalen Einstieg! Der Kurs ist genau das richtige für dich, wenn du den Autodesk Inventor schnell und effektiv erlernen möchtest. Vom Programmaufbau und der Benutzeroberfläche über das erstellen komplexer Projekte lernst du hier alles, was du zum Einstieg wissen musst. Du erfährst außerdem, wie du den Autodesk Inventor kostenlos bekommen kannst. Nach dem Kurs bist du fit im Zeichnen von Bauteilkonturen im 2D-Skizzenbereich und weißt, was in der Bauteilkonstruktion im 3D-Modellbereich zu beachten ist. Auch das Zusammensetzen komplexer Baugruppen und das Versehen dieser mit Bewegungsabhängigkeiten und Bewegungsanimationen sind Teil des Online-Kurses. Schlussendlich lernst du natürlich auch, wie du deine Projekte archivieren kannst.

DSGVO-Kurs

Die drei Autodesk Inventor Aufbaukurse

Wenn du die Basics bereits beherrschst, dann kannst du in drei Aufbaukursen dein Wissen noch mehr erweitern. Ein Kurs widmet sich dem Schwerpunkt Konstruktion mit Autodesk Inventor – anhand eines Beispiels lernst du alles zum Thema, was du wissen musst. Für Baugruppen bietet Autodesk Inventor den speziellen Bereich der dynamischen Simulation, dem sich ein weiterer Aufbaukurs widmet. Last but not least kannst du dich mit dem dritten Aufbau-Angebot in das Thema Belastungsanalyse (FEM) mit dem Autodesk Inventor einarbeiten: hier kannst du das strukturmechanische Verhalten von Bauteilen und Baugruppen unter Last simulieren und daraus entsprechende Rückschlüsse für die Konstruktion ziehen.

 

 

 

 

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